Sonntag, 16.05.2021

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Rother Marktplatz: Freie Fahrt in der guten Stube?

Vorstoß: Soll die Rother Stadtmitte wieder stärker für den Autoverkehr freigegeben werden? - 10.04.2021 17:04 Uhr

Elisabeth Bieber schlägt vor: Wenn der Bauernmarkt etwas weiter nördlich „rutscht“, könnten im Bereich von Post und Traubengasse weitere Kurzzeitparkplätze ausgewiesen werden, um so das Einkaufen in Roths „guter Stube“, dem Marktplatz, attraktiver zu gestalten.

09.04.2021 © Archivfoto: Carola Scherbel


Jetzt müsse sie sich doch nochmal zu Wort melden, sagt Elisabeth Bieber. Sie sagt es weniger als dass sie ruft, so sehr echauffiert sich die frühere 3.Bürgermeisterin und langjährige Rother Stadträtin. Aufgebracht sei sie, weil sie in unserer Zeitung lesen musste: "Die Innenstadt wird vertagt." Wieder einmal.


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"Jetzt tun wir seit so vielen Jahren rum", erinnert sich Elisabeth Bieber. "Wenn wir auf ein Gesamtkonzept warten, gibt‘s bis dahin keine Einzelhändler mehr auf dem Marktplatz." Ihre Forderung heißt: Teilöffnung des Marktplatzes, damit Autos durchfahren und auf dem südlichen Teil des Marktplatzes auf Kurzzeitplätzen parken können. Und "ganz wichtig": Die Marktstände, die mittwochs und samstags auf dem Platz stehen, müssen umziehen auf den nördlichen Teil. So wäre die Fläche von der Post bis zur Traubengasse frei - für sechs bis acht kostenlose Kurzzeitparkplätze.

Marktplatz oder Kinderspielplatz?

Im Großen und Ganzen unterschreibe sie den Antrag der CSU zum Thema Marktplatzbelebung, nimmt sie Bezug auf die Diskussion und Anträge der Fraktionen von CSU und SPD, die eigentlich bei der jüngsten Stadtratssitzung behandelt werden sollten - dann aber auf Antrag der Grünen wegen eventuell zu langer Sitzungsdauer vertagt wurden. Aber erstens, so die frühere Bürgermeisterin, habe "bisher niemand davon gesprochen", dass die Marktleute ihre Stände künftig "unbedingt" vor dem Gasthaus Schwan und der Eisdiele aufbauen müssten, damit der andere Teil frei bleibe. Außerdem kann sie nicht nachvollziehen, "warum der Marktplatz zum Kinderspielplatz werden soll".


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Wenn die Parteien jedoch unbedingt Sandkasten oder Kinderspielzeug aufstellen wollen, "dann sollen sie es tun", gesteht Bieber zu. Wichtig sei ihr aber vor allem, "dass jetzt endlich was passiert für die Einzelhändler" - und zwar "bevor der Bürgermeister sich nach Berlin verabschiedet". Sonst würde das Ganze bis April 2022 dauern, Elisabeth Bieber seufzt: "Noch einmal ein Jahr!" Mancher denkt, dass es ja doch schneller geht: Am Dienstag, 13. April, findet außerplanmäßig eine Stadtratssitzung statt. Aber auf der Tagesordnung steht... nicht der Marktplatz.

CAROLA SCHERBEL Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung

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