Für Gedanken, Sorgen und Wünsche

Roths Christkind hat einen Briefkasten für himmlische Post

4.12.2021, 14:45 Uhr
Der erste Brief ans Rother Christkind ist schon unterwegs. Ein Briefkasten für die Wünsche, Gedanken, Kreatives oder auch Sorgen der Kinder – alles wird gelesen...

Der erste Brief ans Rother Christkind ist schon unterwegs. Ein Briefkasten für die Wünsche, Gedanken, Kreatives oder auch Sorgen der Kinder – alles wird gelesen... © Marco Frömter, NN

Nach der Absage des Rother Christkindlesmarktes und dem damit verbundenen Ausfall der gewohnten Rahmenveranstaltungen, wie beispielsweise dem „Fotoshooting“ oder Adventssingen mit dem Christkind, dürfen sich die kleinen Rother in diesem Jahr wieder per Post an die himmlische Weihnachtsbotin wenden. Es müsse dieses Jahr erneut auf allerhand weihnachtliche Vorfreude verzichtet werden, erklärte Carina Zachmann, Veranstaltungsorganisatorin der Stadt Roth: „Trotzdem ist für Kinder Weihnachten“. Ein wichtiges Anliegen der Rother Stadtverwaltung sei es deshalb, niemanden zu enttäuschen.

Wie vieles Bewährtes könne in dieser Saison aus organisatorischen Gründen auch der persönliche Kontakt mit dem Himmelsboten nicht stattfinden. Stattdessen entschloss sich die Stadt Roth, wieder einen speziellen Briefkasten direkt am Rathaus aufzustellen. Die darin eingeworfene Post erreiche eine hohe Instanz: nämlich das Christkind höchstpersönlich. Besonders in diesen schwierigen Zeiten solle den Kindern eine Anlaufstelle eingeräumt werden, sich mit ihren Wünschen, Gedanken oder Sorgen an das Christkind wenden zu können. Jeder Wunschzettel werde vom Christkind gelesen, versprach Zachmann: „Das Christkind freut sich auch über selbst gemalte Bilder und einfallsreiche Gedichte“.

Jeder Wunsch wird gelesen

Bei dieser Aktion ginge es allerdings nicht um die Erfüllung „materieller Wünsche“. Vielmehr stünde dabei das Menschliche und Persönliche im Vordergrund: „Das ist sehr wichtig, besonders zur Weihnachtszeit“. Um dies auch richtig zu vermitteln, beschaffte die Stadt Roth nicht „irgendeinen Briefkasten“. Zusammen mit dem städtischen Bauhof legte Zachmann schließlich Hand an und entwarf den „direkten Draht zum Christkind“ kurzerhand selbst: „Wir haben den Briefkasten komplett in Eigenregie gebastelt“. Jede Einsendung erhalte eine garantierte Antwort vom Rother Christkind.

„Was gibt es Schöneres, als zu Weihnachten eine Postkarte vom Christkind zu bekommen“, merkte Bürgermeister Andreas Buckreus an. Bis zum 19. Dezember besteht die Möglichkeit, Weihnachtspost in den „Himmlischen Briefkasten“ vor dem Rathaus einzuwerfen. „Dann kommt die Antwort vom Christkind pünktlich zum Fest. Die Kids dürfen gespannt sein“, so Zachmann.