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Röttenbach krempelt sein Herz um

Mit erheblichem Aufwand gestaltet Röttenbach derzeit die Ortsmitte in ein attraktives Zentrum um. - 24.08.2019 14:00 Uhr

Die Scheune in der Rother Straße 1 nach dem teilweisen Abriss. Der Bereich wird derzeit völlig umgestaltet. © Foto: Johann Schrenk


Vor zwei Jahren wurde bereits das alte "Merz-Haus" in der Mühlstettener Straße 2 dem Erdboden gleichgemacht (wir berichteten). Daraufhin wollte man den Komplex Rother Straße 1 (Scheune mit angebautem Geschäftshaus) wegen der ebenfalls verwahrlosten Bausubstanz abreißen, was jedoch nicht möglich war.

Da sich der schmale Anbau, in dem Gerd Hamm lange Jahre ein Friseurgeschäft betrieb, in Privatbesitz befand, und dieses Haus nicht über eine eigene Rückwand verfügte, musste man die nördliche Abschlussmauer der Scheune als Stützwand stehen lassen. Diese Halbruine empfanden viele als "Schandfleck" in der historischen Ortsmitte.

Nachdem die Gemeinde das ehemalige Geschäftshaus erworben hatte, wurden die Restgebäude jetzt abgetragen und der Platz vor dem Gasthaus in der Rother Straße 5 sowie dem nebenstehenden Sandsteinbau (Rother Straße 3) freigeräumt.

Kommt ein Italiener?

"Die beiden Gebäude", so Bürgermeister Thomas Schneider, "kommen jetzt erst wieder so recht zur Geltung". Das ehemalige Wohnstallhaus (Nr. 3) entstand um das Jahr 1800 in Sandsteinbauweise und diente als "Knechtshaus". Die einzelnen Sandsteinquader, aus denen das Anwesen erbaut wurde und die umlaufenden Gurtgesimse prägen die zur Straßenseite ausgerichtete Fassade noch heute. Im rechten Winkel dazu steht das stattlich wirkende Gasthaus (Nr. 5), das im 18. Jahrhundert als Folgebau eines bereits im ausgehenden Mittelalter bestehenden Wirtshauses errichtet wurde. In einer Fassadennische befindet sich hier die Figur des heiligen Christophorus, der das Jesuskind auf den Schultern trägt. Das über längere Zeit unbewirtschaftete Gasthaus "Zum Christoph" soll jetzt wieder von einem neuen Pächter mit italienischer Küche betrieben werden.

Auf dem nun frei gewordenen Gelände an der Kreuzung ist eine Begrünung mit Sitzgelegenheiten geplant. Ob dort, wie ursprünglich angedacht, die Info-Tafeln der Gemeinde aufgestellt werden, müsse laut Rathauschef Schneider nochmals diskutiert werden. Man wolle den freien Blick auf das ortsbildprägende Ensemble mit den beiden denkmalgeschützten Bauten jedenfalls nicht beeinträchtigen.

Grünanlage mit Brunnen

Aufgewertet wird der Kreuzungsbereich gegenüber der Metzgerei Knäblein mit einer weiteren Grünanlage, in der ein Brunnen mit Deutschordens-Tatzenkreuz von Klaus-Leo Drechsel aus Rednitzhembach errichtet werden soll.

Nach Auskunft von Thomas Schneider sollen die Rückbauarbeiten entlang der Weißenburger und der Rother Straße Mitte Oktober abgeschlossen sein. Ende Oktober werde dann die große Einweihungsfeier stattfinden.

Anfang September soll auch mit dem Bauabschnitt I des Projekts "Wohnen für Alle" begonnen werden. Der Abriss der alten Firma Bartl II ist bereits in vollem Gange. Das Haus Weißenburger Straße 3, das die Gemeinde erworben hat, wird im kommenden Jahr ebenfalls abgerissen werden. Hier soll eine begrünte Freifläche zwischen Wohnheim und Weißenburger Straße entstehen. 

Johann Schrenk E-Mail

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