Freitag, 15.11.2019

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Schauspielführung Hilpoltstein: Kriminalfällen auf der Spur

Die Führung durch die Altstadt erweckt die Geschichte des Ortes zum Leben. - 14.09.2019 18:00 Uhr

Kathrin Blomeier (re.) und Mareike Ibinger vom Hilpoltsteiner Amt für Kultur und Tourismus haben Manfred Seitz in ihre Mitte genommen, schließlich ist der am 20. September Hauptdarsteller eines kulturellen Novums in der Burgstadt. © Foto: Yevheniia Frömter


Dabei werden die beteiligten Schauspieler nicht etwa auf einer Bühne stehen – im Gegenteil: Das gut zweistündige Spektakel "Eine Amme in Not und ein Henker in Plauderlaune" wird an unterschiedlichen Stationen der Hilpoltsteiner Altstadt aufgeführt.

Manfred Seitz und seine Schauspielkollegen versprechen jedenfalls einen unterhaltsamen Abend und werden ihr Publikum mit "launigen Theater-Szenen" an unterschiedlichen Wahrzeichen der Burgstadt unterhalten. Die Laienschauspieler wollen die Besucher mit Geschichten aus dem Mittelalter bis hin in die frühe Neuzeit versorgen.

Die einzelnen Szenen – übrigens alle aus der Feder von Manfred Seitz – spielen beispielsweise auf der Hilpoltsteiner Burg, vor der Stadtkirche oder beim Rathaus. Auch im "Schwarzen Ross" wird ein Auftritt erfolgen. "Es geht um gute und schlimme Zeiten in Hilpoltstein, um einen spitzbübischen Pfarrer und um trinkfreudige Wächter", verrät Seitz. Und: "Das Stück gefällt sogar mir – ich bin als sehr kritisch bekannt."

Die im Schauspiel zu erwartenden Situationen sind alle von Manfred Seitz persönlich recherchiert worden. Es handelt sich in der Tat um wirklich stattgefundene "Kriminalfälle" aus der näheren Hilpoltsteiner Umgebung. Auch eine Reise in die wohl dunkelste und schlimmste Zeit Hilpoltsteins steht auf dem Programm. Das Publikum wird dabei an einer Ratssitzung teilnehmen – und zwar im Jahr 1634.

"Es geht um den 30-Jährigen Krieg, Not und Elend sowie um die Gegenreformation. Zu allem Überfluss kommt auch noch die Pest ins Spiel", so Seitz weiter. Von einem Fall mit Kirchenasyl bis hin zum letzten Akt eines Henkers (er geht nämlich in Pension), der ausgerechnet einen guten Freund hinrichten soll, ist viel Abwechslung zu erwarten. "Der arme Kerl wird von Albträumen geplagt und muss sein Leid mit viel Alkohol runterspülen", lacht Seitz. "Wir wollen die Hilpoltsteiner Stadtgeschichte mehrheitlich mit einem lachenden Auge erzählen."

Das Amt für Kultur und Tourismus hofft, dass es sich bei dieser "Schauspielführung" um keine "Eintagsfliege" handeln wird. "Wir achten stets auf Neuerungen und eine gute Mischung in unserem Programmangebot."

Die Uraufführung solle auf jeden Fall "Lust auf mehr" machen. Schließlich habe Seitz noch allerhand "in petto". Neben den Aufführungen plant er übrigens eine Überraschung ein: "Wir wollen einer bis dato völlig unbekannten Person ein Denkmal setzen." Der Name wird allerdings bis zur Premiere nicht verraten.

Treffpunkt für das "Open-Air-Theaterstück" ist Freitag, 20. September, 19 Uhr, an der Hilpoltsteiner Burg. Von dort aus müssen die Teilnehmer die weiteren Stationen zu Fuß aufsuchen. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. Sitzplätze gibt es keine, betont Kathrin Blomeier. Wer entsprechenden Bedarf hat, sollte eine Sitzmöglichkeit mitbringen.

Marco Frömter E-Mail

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