Donnerstag, 26.11.2020

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Schwerer Unfall auf der B2: Mann überholte trotz Verbot

Eine Frau wurde schwer verletzt in ihrem Wagen eingeklemmt - 03.05.2020 13:01 Uhr

Ein Großaufgebot an Rettungskräften war am Samstagnachmittag im Einsatz.

02.05.2020 © Detlef Gsänger, RHV


Der Unfall sorgte bei den Einsatzkräften für schlimme Erinnerungen. Erst Anfang des Jahres verloren auf der B2 bei Wernsbach vier Menschen ihr Leben, als ein Transporter in ein vollbesetztes Familienauto fuhr - unter den Opfern waren drei Kinder und die Mutter, lediglich der Vater überlebte. An fast exakt dieser Stelle kam es am Samstagnachmittag erneut zu einer schweren Frontalkollision. Eine Frau wurde schwer verletzt, drei weitere Menschen leicht.

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Großeinsatz und vier Verletzte: Schwerer Unfall auf B2 bei Roth

Am Samstag kam es auf der B2 zwischen Mauk und der Ausfahrt Untersteinbach im Landkreis Roth zu einem schweren Verkehrsunfall. Laut ersten Informationen geriet ein VW-Bus in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Auto. Zudem wurde ein dritter Wagen in den Zusammenstoß verwickelt. Eine Person wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Alle vier am Unfall beteiligten Personen zogen sich Verletzungen zu, zum Teil schwer. Die Straße musste gesperrt werden.


Die Polizei geht jetzt davon aus, dass ein 34-Jähriger im Baustellenbereich unerlaubt überholte. Die B2 ist an der Unfallstelle derzeit ein Nadelöhr, eine Fahrbahn nur über die Gegenspur befahrbar. Eine 40-Jährige konnte mit ihrem Wagen nicht mehr ausweichen. Nach dem Zusammenstoß wurde die Frau in ihrem Auto eingeklemmt. Sie erlitt mehrere Frakturen, wie die Polizei mitteilt.

Rettungskräfte mit FFP-Masken

Die Wucht des Aufpralls muss heftig gewesen sein, die Fahrzeuge wurden völlig demoliert. "Alle Unfallopfer mussten mit Rettungswagen in Kliniken transportiert werden", sagte Stefan Leithold, Einsatzleiter der Rettungskräfte. "Nach den Corona-Gegebenheiten hatten die Kräfte alle FFP-Masken auf."

Die B2 blieb für Stunden komplett gesperrt, ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz. Der Sachschaden, schätzt die Polizei, liegt bei gut 50.000 Euro. Ein Gutachter, der noch am Samstag an die Unfallstelle berufen wurde, soll den genauen Hergang klären.


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Der Artikel wurde am Sonntag um 10.50 Uhr aktualisiert.

tl

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