Dienstag, 22.10.2019

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Selber mal Spritzen wie die Feuerwehr in Georgensgmünd

Tag der offenen Tür mit Fettexplosion und Spaß an der Wasserpumpe - 17.09.2019 17:01 Uhr

Was wäre die Feuerwehr nur ohne Wasser: Natürlich wurde auch beim Tag der offenen Tür ordentlich gespritzt. © Andreas Regler


Ein Grund dafür, so erklärt es der Kommandant Klaus Wolfsberger, ist der enorme Aufwand, der hinter dem Ganzen steckt. Denn was die Floriansjünger rund um ihr Gerätehaus den zahlreichen Besuchern präsentierten, war durchaus beeindruckend.

Schon der auf dem Gelände arrangierte Fuhrpark war ein echter Hingucker. Vom einfachen Kommandowagen über Zusatzausstattung wie einen Verkehrssicherungs- sowie einen Pulverlösch-Anhänger bis hin zum bis unters Dach mit zahllosem Gerät vollgepackten Rüstwagen reichte die Palette.

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Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren und anderen Rettungsorganisationen erreichen oft ein hohes Alter - weil sie zum Glück nur selten gebraucht und gleichzeitig bestens gepflegt werden. In der Region haben viele Einsatzorganisationen ihre Fahrzeuge im Oldtimeralter nach der Außerdienststellung nicht einfach verkauft, sondern behalten. Zum Beispiel als nostalgischer Blickfang für Feste und Umzüge. Manches historische Fahrzeug steht - trotz Jahrzehnten auf dem blechernen Buckel - immer noch im Einsatzdienst. Klicken Sie sich durch die Jahrzehnte von 1932 bis 1979.


Auch die erste motorbetriebene Feuerlöschspritze der Gemeinde, die anno 1925 angeschafft worden war, konnte begutachtet werden. Die Besucher waren aber nicht zum Zusehen verdammt, sondern durften auch selbst aktiv werden: So gab es Gelegenheit, selbst in die Rolle eines Feuerwehrlers zu schlüpfen und – standesgemäß mit Helm und Jacke ausstaffiert – mit der Rettungsschere oder dem Rettungsspreizer die Tür eines Autos zu zerschneiden.

Und in einem verrauchten Raum konnte man mit einer Wärmebildkamera nachempfinden, wie es ist, sich bei miserablen Sichtverhältnissen orientieren zu müssen. Sehr lehrreich war die Demonstration, wie brennendes Fett (nicht) gelöscht werden sollte: Anstatt mit Wasser, was – wie mehrere Feuerwehrmänner eindrucksvoll vorführten – eine Explosion mit Stichflamme zur Folge hat, muss in diesem speziellen Fall dem Feuer zum Beispiel mit einer Löschdecke oder eimerweise Sand der Garaus gemacht werden.

100 Einsätze im Jahr

Für die Kinder gab es zahlreiche Mitmachstationen. Sie durften ein Feuer löschen, einen kleinen Ball mit der Pumpspritze von einer Pylone schießen oder mit dem großen Schlauch spritzen. Sie konnten sich schminken lassen oder einmal eines der Einsatzfahrzeuge von innen anschauen und sich dabei gleich die zahlreiche Ausrüstung an Bord von Experten erklären lassen. Langeweile kam so definitiv nicht auf.

Seinen Zweck, "sowohl Nachwuchswerbung, als auch Leistungsschau der Gmünder Feuerwehr" zu sein, wie es Kommandant Klaus Wolfsberger formulierte, dürfte der Tag der offenen Tür angesichts dieses vielseitigen Programms mit Sicherheit erfüllt haben.

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Von Wasserpumpe bis Fettexplosion: Die Georgensgmünder Feuerwehr lädt ein

Zum Tag der offenen Tür fährt die Georgensgmünder Feuerwehr richtig auf - denn das Event findet nur alle vier Jahre statt. Auch 2019 gab es verrauchte Räume und spektakuläre Löschübungen.


Die Stützpunktwehr Georgensgmünd, die für die Sicherheit im Hauptort zuständig ist, umfasst derzeit 70 Aktive und muss laut Wolfsberger rund 100 Einsätze – vom Verkehrsunfall bis hin zum Gebäude im Vollbrand kann alles dabei sein – pro Jahr bewältigen. Dafür stehen die Floriansjünger Tag und Nacht bereit.

Nachwuchsprobleme haben die Georgensgmünder bislang eigentlich nicht, denn die Nachwuchsarbeit wird seit Jahren aktiv angepackt. Neben einer Jugendfeuerwehr (für Jugendliche ab zwölf Jahren) gibt es auch eine Kinderfeuerwehr, in der Mädchen und Jungen ab acht Jahren spielerisch an Feuerwehr-Themen herangeführt werden. Zusätzlich zur Stützpunktfeuerwehr im Hauptort haben Mäbenberg, Mauk/Obermauk, Petersgmünd, Rittersbach, Untersteinbach sowie Wernsbach eigene Ortsteilfeuerwehren.

Übrigens: Selbst an einem besondern Tag wie diesem ist die Feuerwehr für den Ernstfall vorbereitet. "Eine Notreserve", verrät der Kommandant, "ist immer für alle Fälle auf Bereitschaft."

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