Samstag, 07.12.2019

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"Sendepause": Neue Bürgerinitiative gegen 5G-Ausbau

Studien legen nahe, das schnelle Netze könne krebserregend sein - 06.08.2019 18:20 Uhr

"Sendepause" ist gegen den Ausbau des schnellen Netzes: denn es gibt mehrere Studien, die elektromagnetische Strahlung als krebserregend einstufen. © AFP PHOTO / JOSEP LAGO


Alle wollen jederzeit mit allen und jedem über ihre Handys und Smartphones kommunizieren. Aber: Immer mehr Bürgerinitiativen (BI) gegen den Mobilfunkstandard 5 G schließen sich in Europa zusammen und warnen vor dessen Gefahren. So hat sich nun auch in Kammerstein die BI „Sendepause – 5 G stoppen!“ für die Landkreise Roth und Ansbach sowie die Stadt Schwabach gegründet.

 Im Bürgersaal in Kammerstein begrüßten Andrea Dornisch aus Kammerstein und Christian Wiest aus Allersberg Gleichgesinnte zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Ausbau des Mobilfunkstandards der fünften Generation – kurz 5 G. Andrea Dornisch wies darauf hin, dass das Bündnis weltanschaulich neutral sei, auf einer validen, wissenschaftlichen Basis arbeite und die Einhaltung des gesetzlich verankerten Vorsorgeprinzips fordere.

Biologische Wechselwirkungen 

„Wir stehen dem 5G-Netzausbau sehr kritisch gegenüber und fordern den sofortigen Ausbaustopp, solange nicht die wissenschaftliche Unbedenklichkeit von unabhängiger Seite festgestellt wurde,“ machte Dornisch deutlich. Die Argumente der europaweiten Bündnisse basieren auf wissenschaftlich validen und industrieunabhängigen Studien. „Unsere Sorge gilt der lebenswerten und gesunden Zukunft für uns und die kommenden Generationen“, machte sie deutlich.

 Das Bundesamt für Strahlenschutz beziehe sich auf seiner Internetseite zwar auf die thermischen Auswirkungen dieser Hochfrequenztechnik, nicht aber auf die biologischen Wechselwirkungen beim Menschen. Andrea Dornisch führte mehrere Studien an, nach denen die Belastung durch elektromagnetische Strahlung als krebserregend eingestuft werden.

"Möglicherweise krebserregend"

 Auch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO habe bereits im Mai 2011 hochfrequente elektromagnetische Felder im Frequenzbereich von 30 kHz bis 300 GHz in die Kategorie 2B - „möglicherweise krebserregend“ ein. Namhafte Wissenschaftler würden heute die Hochstufung auf krebserregend fordern.

 Nachdenklich macht die Mitglieder der BI die Tatsache, dass keine Versicherung Strahlungsrisiken versichert, zahlreiche Telekommuniationsfirmen ihre Aktionäre zwar vor den möglichen Schäden warnen, aber trotzdem den Ausbau von 5G favorisieren.

 Hoffnung auf Zuwachs

Die Anwesenden beschlossen mehrheitlich, dass sich, auf Vorschlag von Christian Wiest, die BI „Sendepause – 5 G stoppen!“ nennt und die Landkreise Ansbach, Roth und Schwabach umfasst. „Wir wünschen uns, dass Weißenburg-Gunzenhausen sich uns noch anschließt,“ hofft Andrea Dornisch.

 Schließlich verwies Dornisch noch auf ein internationales öffentliches Symposium vom 4. bis 6. Oktober in Mainz, bei dem 18 international renommierte Wissenschaftler, darunter zahlreiche Wissenschaftler, die in die Prozesse in den USA involviert sind, ihre Forschungsarbeiten zum Thema „Biologische Wirkungen des Mobilfunks“ vorstellen. Weitere Informationen erteilt Andrea Dornisch unter Tel. (0 91 22) 8 23 83 oder unter andrea.dornisch@gmx.de

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