Montag, 18.11.2019

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Sonnauer will in den Ring

Röttenbach: SPD stellt den Bürgermeisterkandidaten vor. - 29.10.2019 10:19 Uhr

Thomas Sonnauer ist 52 Jahre alt und will für die SPD als Bürgermeisterkandidat in Röttenbach antreten. © Foto: privat, Werbeagentur FYFF GmbH


Dass die SPD in Röttenbach eine Bewerberin oder einen Bewerber um das Amt des Bürgermeisters im März 2020 ins Rennen schicken wird, hatte Ortsvorsitzender Georg Bößl als Wunsch schon vor einigen Wochen formuliert.

Jetzt kann aus dem Wunsch Wirklichkeit werden: Thomas Sonnauer, Rechtsanwalt und Steuerberater, vor allem aber als "Krisengeschäftsführer" tätig, will gegen den amtierenden Rathauschef Thomas Schneider von den Freien Wählern in den Ring steigen.

Bekannt ist Sonnauer Vorsitzender des Musikvereins Röttenbach und Klarinettist, aber bis vor Kur-zem auch als Mitglied (und Gemeinderatskandidat) bei den Freien Wählern – genau gesagt bis vor knapp zwei Jahren. Denn im Januar 2018 wechselte der vor 20 Jahren "Zugezogene" vom Lager der Freien in das der Sozialdemokraten. Als Grund nennt Georg Bößl, dass sich Sonnauer bei den Freien "nicht mehr wohlgefühlt" habe.

Auch Sonnauer selbst bekennt freimütig, dass seine Laufbahn von der einen zur anderen Gruppe "atypisch" sei. Viele Jahre habe er – auch als stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler im Ort – gut mit dem Bürgermeister zusammengearbeitet. Seine Frau ist überdies Mitarbeiterin in der Gemeindeverwaltung.

Doch er habe auf überregionaler Ebene das zunehmend enger werdende Verhältnis der Freien Wähler zur CSU sowie deren landes- und bundespolitische Ambitionen nicht mehr mittragen wollen.

Nicht einbezogen

Außerdem sei die Enttäuschung dazugekommen, dass in Röttenbach "bei 100 von 100 Entscheidungen die Meinungen der Mitglieder der freien Wählergruppierung in Röttenbach nicht einbezogen wurden und der Bürgermeister die Entscheidungen für sich im Keller getroffen hat". Gute Dinge in der Gemeinde stünden inzwischen auf der Kippe, sagt Sonnauer, die Verschuldung der Kommune steige, und "mit Sachargumenten erreichen wir den Bürgermeister nicht mehr". Schneider sei insoweit zunehmend "therapieresistent".

Zur Begründung führt Sonnauer die aktuelle Politik des Rathauschefs an: "Die Gemeinde hat sehr stark investiert in den Ausbau von Wohn- und Gewerbegebieten. Aber jetzt sind die Flächenreserven der Gemeinde verbraucht, und wir müssen, auch im Zuge des Klimawandels, endlich weg von der Ausweisung immer neuer Gebiete."

Für Thomas Sonnauer ist die Absicht zur Kandidatur – "ich würde nicht antreten, wenn ich nicht die feste Absicht hätte zu gewinnen" – übrigens nicht die erste. Nach zwei Versuchen auf der Gemeinderatsliste der Freien habe er auch für die SPD schon einmal in den Startlöchern gestanden: Als nämlich 2018 ein neuer Landtag gewählt wurde, war auch Bürgermeister Thomas Schneider Kandi-dat für ein Landtagsmandat gewesen. Wäre er ins Parlament gewählt worden – es hat nur knapp nicht gereicht – hätte natürlich in Röttenbach die Neuwahl des Bürgermeisters angestanden. Und Sonnauer hatte, so berichtet SPD-Vorsitzender Bößl, damals bereits Interesse an dem Rathausjob.

car

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