Montag, 18.11.2019

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Spalt: Voll Weizenbock auf Rock und Umfallen verboten

Die 16. Nacht des Bieres erlebt ungeahnten Ansturm - Mittendrin die Ex-Königin - 23.10.2019 16:20 Uhr

Keine Nacht des Bieres, ohne dass auch auf den Gerstensaft angestoßen wird. So wie es hier Julie d‘Alquen von "Under Cover" zelebriert. © Foto: Jürgen Leykamm


Denn wer die "Bierkultur pur" erleben will, wie es in der Ankündigung hieß, dem schadet es nicht, wenn er im Magen für eine ordentliche Grundlage sorgt. Dafür stand der "Heimat Food Truck" bereit. Beim "Weggla" mit einer Füllung nach Wahl ließ sich da trefflich überlegen, welchen Weg man nun einschlagen soll. Nach rechts zu "Heaven in Hell" oder nach links zu "Under Cover" aus dem Raum Erlangen-Nürnberg. Die Band hat früher angefangen zu spielen und hört auch eher auf, weiß Thomas Peitz. Also geht es dorthin.

Damen ans Mikro

Während der Bandvorstellung ertönen bereits verheißungsvoll die Akkorde zu "Proud Mary" in der Tina-Turner-Version. Da darf Frontfrau Julie d‘Alquen loslegen, während sich Sänger Helmut Leng noch einen Schluck Spalter Bier genehmigt. Das Publikum singt, tanzt, geht und klopft mit – auf einem Eisendeckel, der die Tischplatte über den Bierkastenstapeln bildet.

Ein Gast beweist hier richtig gutes Rhythmusgefühl, bevor Leng sich an die Autofans wendet: "Wer von Euch fährt einen Ford Mustang?" Es findet sich einer, doch d‘Alquen mahnt zur Verschwiegenheit, "nicht dass davon noch Greta Thunberg hört." Und schon tobt die Mustang Sally durch den Raum, mitsamt Leng, der vor allem den Damen das Mikro hinhält: "Ride, Sally, ride!" grölen die hinein.

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Was Sie über die Brauereien in der Region wissen sollten

Die Franken und die Oberpfälzer sitzen an der Quelle - an der Bier-Quelle, um genau zu sein: Mehr als die Hälfte der zuletzt 642 Braustätten in Bayern kommen aus dem nördlichen Teil des Freistaats. Was Sie über die Bierproduzenten in der Region wissen sollten, verrät Ihnen ein bunter, wenngleich zwangsläufig unvollständiger Streifzug durch die Brauereibranche.


Darunter auch Jutta Rahnhöfer, die "Gardinenkönigin aus Schwabach", die so sehr abrockt, dass sie ihr Bier zwischendurch mal auf besagtem Eisendeckel abstellen muss. Und schon geht es rüber in die Fasswichs. "Da ist ja ganz schön was los heute", sagt Sylvia Schneider von der Stadtverwaltung auf dem Weg dorthin. Die Frage, ob nun das Bier oder die Musik heute besser ist, will sie nicht eindeutig beantworten.

Der Besuch an der Cocktailbar lässt die Freude an beidem empor schnellen. Hier finden die "Caribic Wilma" und der "Weizenbock-Mojito" bei ihrer beider Premiere reißenden Absatz. Und Bürgermeister Udo Weingart ist begeistert: "So voll war es noch nie. Umfallen verboten", sagt er scherzhaft – denn das ist bei den Mengen auch gar nicht möglich.

Aus weitem Umkreis sind die Gäste angereist. "Heaven in Hell" sogar aus dem südlichsten Baden Württemberg. Und auch deren Sänger Pit Straub beendet die Bandpause mit einem Schluck Bier – und mit einer Akustikversion von Billy Idols "Rebel yell": "More, more, more" gellt es vom Publikum zurück. Wieder elektrifiziert geht es mit Queen weiter: "One Vision" - inklusive des "Fried Chickens"-Gag am Ende. Das erinnert daran, dass es jetzt wieder Zeit für den Food Truck wäre.

Ex-Königin im Getümmel

Auf dem Weg dorthin bahnt man sich mit vollen Maßkrügen den Weg zur den Kollegen, die schon dürstend warten. Am Ziel angekommen, wird neu überlegt: Rechter Hand erklingt das legendäre "In the air tonight", linker Hand "Comfortably numb" aus Pink Floyds "The Wall". Elisa Meyer hat sich schnell entschieden, zumindest stürzt sich die singende Ex-Bierkönigin nach rechts ins Getümmel.

Spalts Revierförster Karl Engelhardt wartet indes, durch die Ruhe des Waldes weise geworden, ab. Er bleibt lieber "zwischendrin".

JÜRGEN LEYKAMM E-Mail

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