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Montag, 17.05.2021

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Storchenpaar ist zurückgekehrt

Sie brüten zum dritten Mal in der Stadt - 21.04.2021 12:20 Uhr

Das Storchenpaar vom vergangenen Jahr ist nach Spalt zurückgekehrt. Die Spalter heißen auch dieses Jahr „Elsa und Storchi Adebar“ herzlich in der Stadt willkommen. Der Spalter Kindergarten hat in einer Abstimmung die Namen für das Pärchen vergeben: Der weibliche Storch erhielt den Namen Elsa, der männliche Storch den Namen Storchi.

Das Nest verteidigt

Der männliche Storch verließ das Nest erst spät im November und kehrte bereits Mitte Februar wieder zurück nach Spalt. Sein Nest verteidigte er gegen männliche Konkurrenten. Ende Februar war dann auch der weibliche Storch, der im Dezember Spalt verlassen hatte, zurück.

Storch Elsa ist beringt. Sie hat die Ring-Nr.Ax990, weshalb sich die Herkunft feststellen ließ. Elsa wurde als Jungvogel im Juni 2017 in Oggelshausen beringt. Den männlichen Storch erkannte ein Vogel-Experte am Gefieder wieder; er ist nicht beringt.

Die beiden Störche brüten. Die Brutdauer beträgt in der Regel 32 Tage, als Nestlinge werden die jungen Störchen von den Altvögeln rund 60 Tage gefüttert. Weißstörche ernähren sich von Kleinsäugern, Froschlurchen, Eidechsen, Schlangen, Fischen, Regenwürmern, großen Insekten und ihren Larven.

Tragisches Unglück im vorigen Jahr

Beinahe vergessen ist mittlerweile das tragische Unglück vom vergangenen Jahr, dem zwei der drei Jungstörche zum Opfer fielen. Sie wurden tot aufgefunden, und zu Beginn wusste niemand, woran sie gestorben waren. Es wurde sogar gemutmaßt, sie seien abgeschossen worden. Doch die Obduktion ergab nichts dergleichen. Inzwischen gehen die Spalter Storchenfreunde von einem tragischen Unfall aus. Möglicherweise stießen die beiden in der Luft zusammen und stürzten ab. Dies meinte ein Vogelexperte. Möglicherweise kamen sie aber auch in Konflikt mit den Turmfalken, die auf der Kirche nisten. Die beiden Jungstörche starben erst drei Tage, nachdem sie das Nest verlassen hatten, und waren noch keine guten Flieger.

In Mitteleuropa war der Weißstorch ursprünglich weit verbreitet. Heute gibt es hier große Verbreitungslücken. Während der Weißstorch in Dänemark ausgestorben ist, in Schweden derzeit nur in Form von Zuchtstörchen existiert und die Bestände in Ungarn und Tschechien stagnieren, haben die Weißstorch-Bestände in Deutschland, Frankreich, in den Niederlanden, Portugal und Spanien in den vergangenen Jahren wieder zugenommen.

Hunde an die Leine nehmen

Da, wo die Störche ihr Futter suchen, hat die Stadt Spalt Plakate aufgestellt. Sie bittet Hundebesitzer wegen der Störche ihre Vierbeiner anzuleinen.

Gunther Hess Schwabacher Tagblatt E-Mail

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