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Tag des offenen Denkmals: Von der Turnhalle zum Gotteshaus

Die Auftaktveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals fand in einem ganz besonderen Gebäude statt - 04.09.2019 06:00 Uhr

Eines der geöffneten Denkmäler an diesem Sonntag: die Alfershausener Evangelische Kirche St. Martin. © Foto: Eva Schultheiß


Als Ort für die Auftaktveranstaltung hatte Eckstein die Evangelische Freikirche Ecclesia in Roth ausgewählt, die ehemalige TSV-Turnhalle, die heuer am Denkmaltag geöffnet ist. Das Baudenkmal wurde 1898 bis 1900 als Turnhalle errichtet und fand vor einigen Jahren eine neue Nutzung als Gotteshaus der Ecclesia Roth.

Von der Sporthalle zur Kirche

Der Landrat lobte, dass die Kirchengemeinde, die 454 Mitglieder umfasst, mit viel Fleiß das Gebäude herrichtet. Gut besuchte Gottesdienste am Sonntag seien der Erfolg.

Die Fülle der modernen Baumaterialien vernichte jede Regionalität, bedauerte er. Er betonte, wie wichtig eine Beratung der Bauherren sei, die Gemeinden und Architekten spielen eine wichtige Rolle. Eckstein erinnerte daran, dass der Landkreis auf seiner Homepage ein Immobilienportal betreibe, in dem 21 Denkmäler zu finden sind.

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Der Landrat dankte allen, die ein Baudenkmal sanieren, sowie den Kreisheimatpflegerinnen Dr. Annett Haberlah-Pohl und Eva Schultheiß, die das Programm für den Tag des offenen Denkmals zusammenstellen. Wichtig seien auch Denkmalbesitzer und Heimatkundler, die sich mit Führungen oder Veranstaltungen beteiligen, heuer unter dem Motto "Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur". Er lud ein zum Besuch der geöffneten Denkmäler, die in einem Faltblatt des Landkreises vorgestellt sind.

Positive Beispiele aus dem Landkreis Roth

Baudenkmäler, die derzeit im Landkreis instandgesetzt werden, stellte Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp anhand von Lichtbildern vor. Eines der größten Objekte war das Gasthaus Zur Post in Hilpoltstein, das saniert und mit dem Hotel Schwarzes Roß zusammengelegt wurde. Außerdem stellte er ein Haus von etwa 1880 in Georgensgmünd, das ehemalige Forsthaus in Rittersbach, dazu Häuser in Roth wie das Hench-Haus, in Spalt und im Heidecker Ortsteil Höfen vor.

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Solche positiven Beispiele seien ein Zeichen, dass Denkmalpflege funktioniere, dass man eine Sanierung schaffen könne. Die Untere Denkmalschutzbehörde am Landratsamt versuche zu unterstützen und zu begleiten, betonte er.

Die Kreisheimatpflegerinnen Dr. Annett Haberlah-Pohl und Eva Schultheiß stellten das Programm für den Tag des offenen Denkmals vor. Passend zum Thema Moderne wählten sie Denkmäler aus. Daher zieren je eine moderne katholische und evangelische Kirche (Heiligste Dreifaltigkeit in Schwand und Apostelkirche in Greding) die Vorderseite des Faltblatts, das in den Rathäusern aufliegt oder von der Landkreis-Homepage heruntergeladen werden kann.

Jörg Maier von der Ecclesia brachte den Gästen das Besondere der Rother Ecclesia-Kirchengemeinde nahe, die es seit mehr als 60 Jahren in der Stadt gibt, und natürlich ihre Kirche in der alten Turnhalle. Als Geschenk Gottes bezeichnete er die Möglichkeit, sie zu erwerben. Mit Lichtbildern zeigte Maier die vielfältigen, mit dem Denkmalschutz abgesprochenen Arbeiten, die nötig waren – und noch sind –, um die Turnhalle in ihre Kirche "umzufunktionieren".

evs

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