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Thalmässing surft per WLAN

Die EU macht’s möglich: Marktgemeinde stellt knapp ein Dutzend Hotspots auf, gleichzeitig schreitet der Glasfaserausbau auch in den Dörfern voran. - 13.12.2019 08:22 Uhr

Mit EU-Mitteln wird Thalmässing viele neue WLAN-Hotspots aufstellen. © Armin Weigel/dpa


Beim WLAN, kabellosen Internetanschlüssen, rüstet Thalmässing gewaltig auf. Während viele andere Gemeinden auf das vom Freistaat geförderte "Bayern WLAN" setzen, hatte sich Thalmässing für das EU-Förderprogramm "Wifi4EU" beworben und den Zuschlag für einen 15.000 Euro-Gutschein für fünf Jahre erhalten.

Nicht nur im Zentrum

Nun werden im Rathaus zwei Hotspots aufgebaut sowie zwei am Marktplatz, einer am Wohnmobil-Stellplatz, der bisherige im Freibad wird durch einen leistungsstärkeren ersetzt, die Sportgelände in Eysölden und Offenbau werden mit WLAN ausgestattet werden, ebenso wie der Zeltplatz in Reinwarzhofen.

Wenn die Alte Schule zum Bürgerzentrum umgebaut worden ist, soll auch dort ein Zugangspunkt eingerichtet werden, auch das Sportzentrum hat der Marktgemeinderat auf dem Schirm. "Das ist zukunftsfähig", ist sich Bürgermeister Georg Küttinger sicher. Dankend abgelehnt haben die Grund- und Mittelschule, die schon über ein eigenes, besser gesichertes Netz verfügt, sowie der Jugendtreff "Loge", auch hier haben die Jugendlichen schon selbst einen Hotspot aufgebaut.

Mindestens fünf Jahre

Die Marktgemeinde muss in einigen Fällen Bandbreite zubuchen. So fallen innerhalb von fünf Jahren weitere 11.000 Euro an Kosten an. Dann kann sich Thalmässing entscheiden, ob die Hotspots weiter genutzt oder wieder abgebaut werden sollen, das Mobilfunknetz (4G oder gar 5G) könnte WLAN ja ersetzen.

Auch beim stationären Internetzugang tut sich was: Der Glasfaser-Ausbau der Telekom für rund 220 Haushalte in der Marktgemeinde Thalmässing ist abgeschlossen. Die ersten Kunden in den Ortsteilen Bergmühle, Gebersdorf und Zinkelmühle surfen bereits mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Im FTTH–Ausbaugebiet wird Glasfaser bis ins Haus gelegt: In den Ortsteilen Alfershausen, Appenstetten, Feinschluck, Heimmühle, Hundszell, Kammühle, Kätzelmühle, Kochsmühle, Kolbenhof und Rabenreuth sowie einzelne Grundstücke in Thalmässing können die Kunden nun mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde surfen.

In den nächsten Wochen werden auch die Grundstücke bei Ruppmannsburg erschlossen. Der Ortsteil Reichersdorf geht, mit dem Ausbau im Rahmen der Dorferneuerung in Betrieb.

Eine der schnellsten

"Wir freuen uns, dass es nun so weit ist: Der Markt Thalmässing hat eine Auffahrt zur Datenautobahn. Mehr noch: Der Markt Thalmässing gehört jetzt zu den schnellsten Internet-Kommunen in Deutschland", sagt Küttinger. "Damit wird die Attraktivität der Marktgemeinde als Wohn- und Arbeitsort gesteigert. Wir danken der Telekom für die gute Zusammenarbeit."

Die Marktgemeinde bietet auf ihrer Internetseite ein Tool zur Breitbandanalyse an. Dort lässt sich über eine Karte auch nachvollziehen, wie der Ausbaustand Ende nächsten Jahres ist, dem Ende des zweiten Förderprogramms.

hiz/bga E-Mail

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