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Montag, 14.10.2019

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Trinkwasser für 10.000 Menschen: Alles gut nach fast 20 Jahren

Brunnbachgruppe strukturiert die Versorgung für vier Kommunen komplett neu - 13.05.2019 16:29 Uhr

So sieht es aus, das neues Wasserwerk der Brunnbachgruppe in Allersberg. Es versorgt rund 10.000 Menschen täglich mit frischem Trinkwasser. © Hartmut Täufer


Einerseits war die Zunahme der Wassermenge, die aufbereitet werden musste, ein Problem. Zum andern stiegen die Qualitätsanforderungen an das Trinkwasser. Regelmäßig war der Verbandsausschuss damit befasst, eine zukunftsweisende Lösung zu finden. Verschiedene Anlagen in der Umgebung wurden besichtigt, Konzeptionen für die beste Wasserversorgung diskutiert.

Schließlich spielte die Weltpolitik dem Zweckverband in die Karten: Die amerikanischen Streitkräfte, die mit mehreren tausend Menschen in Fürth gewohnt hatten, wurden abgezogen. Damit sank der Wasserbedarf der Stadt beträchtlich, so dass in den Anlagen der Infra Fürth Kapazitäten ungenutzt waren.

Planung dauerte zwei Jahre

Da die Fürther Infra ihr Wasser aus dem Gebiet zwischen Brunnau und Wendelstein bezieht, also direkter Nachbar der Brunnbachgruppe ist, schlossen die beiden Wasserversorger einen Vertrag: Die Brunnbachgruppe bezieht demnach zwischen 100.000 und 150.000 Kubikmeter Wasser jährlich aus den Anlagen der Infra. Damit war klar, dass ein neues Wasserwerk für die Brunnbachgruppe keine Aufbereitungskapazität von 60 Litern je Sekunde mehr braucht, sondern 45 Liter pro Sekunde reichen werden.

Die konkreten Planungen für ein neues Wasserwerk dauerten rund zwei Jahre. Im März 2015 konnte mit dem Bau begonnen werden und ab Sommer 2017 konnte die neue Aufbereitungsanlage in Betrieb genommen werden. Damit war das Gesamtprojekt aber noch nicht beendet, denn dann begann der Umbau des alten Wasserwerks, das unmittelbar neben dem neuen steht, zu einem Betriebs- und Funktionsgebäude. Am Ende wurden knapp vier Millionen Euro verbaut; finanziert weitgehend durch eine Ergänzungsabgabe, die der Zweckverband von seinen angeschlossenen Verbrauchern verlangte.

Bürgermeister schätzt sich glücklich

Versorgt werden von der Brunnbachgruppe rund 10.000 Menschen in den vier Kommunen Allersberg, Roth, Pyrbaum und Hilpoltstein. Allersbergs Bürgermeister Daniel Horndasch betonte, dass man sich glücklich schätze, die Bevölkerung heute mit einwandfreiem Trinkwasser in ausreichender Menge versorgen zu können. Der Wasserbedarf habe sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten von rund 300.000 auf inzwischen rund 500.000 Kubikmeter erhöht. 1972 kostete ein Kubikmeter Trinkwasser 80 Pfennig; heute werden von den Verbrauchern dafür 1,30 Euro verlangt.

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