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twenty.six gibt wieder Gas

Rother Verein setzt in der 2. Bundesliga auf alte Tugenden, weltweit werden die Triathleten wieder unterwegs sein. - 27.04.2019 15:00 Uhr

Auf dem Rad ist das Team twenty.six seit jeher schnell (hier Lasse Ibert beim Hilpoltsteiner Duathlon Day). Auf diese Stärke setzt man auch in der zweiten Saison in der 2. Bundesliga.


Der Hilpoltsteiner Duathlon Day am Sonntag ist für viele Ausdauerathleten gesetzt. Bei den Aktiven des Rother Triathlon-Vereins Team twenty.six sieht es da nicht anders aus. Mit dem Wettbewerb "geht’s bei uns eigentlich immer richtig los", bringt es der Vorsitzende Florian Lechner auf den Punkt. Auch 2019 werden die mittlerweile weit über die Region hinaus bekannten roten Trikots mit der weißen Brustbanderole – die bis 2017 die Aufschrift Arndt zierte – wieder bei etlichen wichtigen Wettkämpfen zu sehen sein.

Zum einen sind da natürlich die beiden Triathlon-Heimspiele in Roth und am Rothsee. Beim Challenge werden voraussichtlich 21 Einzelstarter des Vereins auf die Langdistanz gehen; darunter mit Alex Bechtel, Fabian Conrad, Bernd Hagen, Martin Schuster und Andi Helfenberger allein fünf Sub 9-Kandidaten. Dazu kommen wieder mehrere Staffeln.

Neben diversen Mitteldistanz-Rennen der Ironman-Serie und der Challenge-WM in Samorin werden auch bei etlichen Veranstaltungen in der Umgebung die Teamfarben vertreten sein. Nicht zuletzt der zwei Wochen nach Hilpoltstein ausgetragene Duathlon in Burgoberbach hat für das Team einen besonderen Stellenwert.

Einerseits wurde Vereins-Routinier Bernd Hagen dort 2018 Mittelfränkischer Duathlon-Meister, andererseits gewinnen die Rother seit Jahren die Mannschaftswertung; eine Tradition, die das Team selbstverständlich fortsetzen möchte.

Durchaus selbstbewusst geht das Aushängeschild des Vereins, das Herren-Team in seine zweite Saison in der 2. Triathlon-Bundesliga Süd. Das Premierenjahr war unterm Strich besser als erwartet gelaufen. Zwar hatte Teammanager Florian Lechner Platz fünf (von 13 Teams) als Ziel angepeilt.

Dass die Rother am Ende aber tatsächlich als Fünfter beenden sollten, damit habe man nicht unbedingt gerechnet, gesteht Lechner. Drei der fünf Liga-Wettkämpfe beendete man als Team auf dem dritten Rang, mit Niclas Bock stand sogar einmal ein twenty.six-Athlet ganz oben auf dem Podest.

Auch die zweite Zweitligasaison soll ein Erfolg werden. "Wir sind gut aufgestellt", sagt Teammanager Lechner. Neben Routiniers wie Niclas Bock, Yannick Heinlein und Fabian Conrad gehört heuer Peter Santagati, der im vergangenen Jahr schon etwas Bundesliga-Luft schnuppern konnte, fest zum Kader. Außerdem kehren mit Jonas Endres und Felix Weiß, der nach einer längeren Verletzungspause wieder angreift, zwei weitere Stützen zurück.

Verjüngung aus München

Sollte einmal Not am Mann sein, so Lechner weiter, könne man darüber hinaus auf erfahrene Athleten wie Andreas Sommer oder Bernd Hagen zurückgreifen. Einen echten Neuzugang gibt es ebenfalls zu vermelden: Aus München stößt "Jungspund" Daniel Jungkunz (Jahrgang 1992), dem vor allem die Kurz- und Mitteldistanz liegt, zum Team.

Angesichts dieser starken Besetzung wollen "die alten Herren aus Roth", wie Lechner die Mannschaft wegen ihres im Vergleich zur Konkurrenz recht hohen Durchschnittsalters nennt, erneut im vorderen Mittelfeld mitschwimmen.

Wobei die erste Disziplin auch heuer wohl wieder ihre Achillesferse sein dürfte. Viele der Rother Starter kommen vom Radfahren oder Laufen und sind eher auf den Mittel- und Langdistanzen zu Hause, wo es weniger auf das Schwimmen ankommt und anders als in der Liga oft im Neoprenanzug geschwommen wird. Dementsprechend setze man heuer wieder vor allem auf die anderen beiden Disziplinen.

"Auf dem Rad fahren wir sie alle in Grund und Boden", glaubt Lechner, und auch beim Laufen sei man gut mit dabei. Ob diese Rechnung aufgeht, werden die fünf Rennen zwischen Juni und September zeigen. Letztlich zähle für die Rother aber vor allem eines: "Wir machen die Liga mit, weil es eine Mordsgaudi ist", wobei die Teamwettkämpfe "am meisten Spaß" machen.

Neben dem Bundesliga-Team gibt heuer wieder eine zweite Herren-Mannschaft, die in der Landesliga Nord antritt. Das Damen-Team der Rother wird man 2019 hingegen ver-geblich in den Startlisten suchen. Aufgrund interner Differenzen und teils neuer persönlicher Schwerpunkte hätte laut Lechner "die Personaldecke heuer nicht gepasst". Die Mädels pausieren daher erst einmal. "Aber wer weiß, was nächstes Jahr passiert."

Zwei Langdistanzen in einer Woche

Der Rother Triathlon-Verein Team twen-ty.six verdankt seinen Namen der Mannschaft, die 2012 als erstes deutsches und zudem jüngstes Viererteam das legendäre Race across America gewinnen konnte. Das Durchschnittsalter von Tobias Matulla, Florian Lechner, Lasse Ibert und Fabian Conrad betrug damals 26 Jahre. Bis 2017 firmierte der Verein unter dem Namen Team Arndt, bevor man 2018 zu seinen nominellen Wurzeln zurückkehrte.

Mittlerweile hat der Verein laut Lechner 175 Mitglieder "zwischen München und Berlin", vom Freizeitsportler bis zum ambitionierten Athleten sei alles dabei. Zu Letzteren zählen zweifelsohne auch Sportler wie Nico Krauss und Frank Reinhard. Während Krauss ("ein ganz Verrückter", so Lechner) heuer innerhalb einer Woche zwei Triathlon-Langdistanzrennen – zuerst den Ironman in Frankfurt und am Sonntag darauf dann den Challenge in Roth – absolvieren will, hat sich Reinhard 2019 zum Ziel gesetzt, den Megathlon am Bodensee zu gewinnen.

Im vergangenen Jahr wurde er in seiner Altersklasse Dritter. Heuer will er nach fünf Disziplinen (Triathlon plus Inline und Mountainbike) und rund 110 Kilometern ganz oben auf dem Treppchen stehen.

Andreas Regler E-Mail

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