Freitag, 17.01.2020

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"Unfassbarer als unfassbar"

Zur Halbzeit der 2. TT-Bundesliga macht Hilpoltstein seinen Manager fast sprachlos. - 08.12.2019 17:59 Uhr

David Reitspies zeigte Kampfgeist samt Faust. Beide Spiele im vorderen Paarkreuz reißt er nach 0:2-Rückstand noch aus dem Feuer. © Foto: Salvatore Giurdanella


Beringer griff schon während der Doppel in die oberste Schublade: "Das ist der pure Wahnsinn, was da läuft." Teil eins davon war, wie selbstverständlich David Reitspies und Dennis Dickhardt das mit jeder Menge Erfahrung angereicherte Duo Damien Eloi und Lennart Wehking mit 3:0 abfertigten. Der Wahnsinn beim zweiten Auftritt von Alexander Flemming und Hannes Hörmann steckte in der Dramatik. Nach zwei souveränen Sätzen der Hilpoltsteiner wurden die gut eingespielten Björn Helbing und Robin Malessa wach, drehten in der Schlussphase die nächsten beiden Durchgänge und wurden schließlich doch Opfer der aggressiv auftrumpfenden Gastgeber, die nach dem Stand von 8:9 im Entscheidungssatz für ihre Risikofreude noch mit 11:9 belohnt wurden.

Dass Einzel und Doppel im Tischtennis zwei verschiedene Sportarten sind, bekamen die Zuschauer gleich mit dem vorderen Paarkreuz vorgesetzt. Im Duell der beiden Wendigen, Alex Flemming und Damien Eloi, entwickelte sich ein Duell mit knallharten und stets riskanten Angriffsschlägen, außerdem zwei Kämpfer, die sich nach Rückschlägen selbst wieder aufbauen. Eloi gelang das im zweiten Satz, als er vier Satzbälle abwehrte und noch 12:10 gewann. Im nächsten Durchgang stand Flemming vor einer ähnlichen Situation, verwandelte dann aber den dritten Satzball. Insgesamt hatte er die besseren Nerven und die besseren Ideen, erwischte den Franzosen immer wieder auf dem falschen Fuß und machte im vierten Durchgang mit 11:8 den dritten Punkt.

Etwas länger ließ sich David Reitspies mit dem 4:0 Zeit. Zunächst sah er für ihn nach einer kurzen und knappen Niederlage gegen Lennart Wehking aus, der die ersten beiden Sätze verbuchte. Nach dem Ausgleich lag Reitspies im fünften Satz hoffnungslos 3:9 hinten, doch brachte er mit seinen unterschnittenen Aufschlägen den Kölner völlig aus der Fassung, dieser punktete nur noch einmal zum 10:10 und gab nach einem Ball an die Netzkante entgeistert das Spiel ab. Ein ähnliches Kunststück brachte Reitspies im Spitzenduell mit Damien Eloi fertig. Er glich einen 0:2-Rückstand aus, schaukelte den Sieg aber von der Spitze weg mit einem 11:7 nach Hause.

Das hintere Paarkreuz steuerte den fünften Punkt mit dem 3:0 von Dennis Dickhardt gegen Robin Malessa bei. Hannes Hörmann legte einen Satzgewinn gegen Björn Helbing auf den Gabentisch. Es hätten leicht mehr sein können, denn im ersten Set ließ er vier Satzbälle liegen.

TV Hilpoltstein – 1. FC Köln 6:1. Alexander Flemming/Hannes Hörmann - Björn Helbing/Robin Malessa 11:6, 11:1, 9:11, 9:11, 11:9; David Reitspies/Dennis Dickhardt - Damien Eloi/Lennart Wehking 11:5, 11:6, 11:6; David Reitspies - Lennart Wehking 8:11, 9:11, 11:6, 12:10, 12:10; Alexander Flemming - Damien Eloi 11:7, 10:12; 11:9, 11:8; Dennis Dickhardt - Robin Malessa 11:4, 11:6, 12:10; Hannes Hörmann - Björn Helbing 12:14, 11:9, 7:11, 9:11; David Reitspies - Damien Eloi 12:14, 5:11, 13:11, 11:4, 11:7.

PAUL GÖTZ

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