Donnerstag, 22.04.2021

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Unter Kontrolle: So werden die Landkreis-Deponien überwacht

Das Gas wird verwertet, das Sickerwasser eingedampft und der Rest anschließend entsorgt - 20.02.2021 15:00 Uhr

Auf der Hausmülldeponie in Georgensgmünd (im Bild der Bau der Endabdichtung vor einigen Jahren) wird jedes Jahr von einer Freiflächen-PV-Anlage rund eine Million Kilowattstunden Strom erzeugt. Im Inneren des Deponiekörpers laufen aber immer noch Prozesse ab, die penibel überwacht werden müssen.

15.02.2021 © Archiv-Foto: Landratsamt Roth


Beim Verrotten der Abfälle entsteht Gas. Dieses Gas wurde bis in die 1980-er-Jahre noch einfach abgefackelt.

Schon damals war das aus Umweltschutzgründen keine besonders gute Idee. Der Landkreis fand mit den Georgensgmünder Gemeindewerken und der Pyraser Brauerei zwei Partner, welche das Gas nutzten und zu Wärme beziehungsweise Strom umfunktionieren.

Im Laufe der Jahre sind die Gasmengen aus den Deponien zwar deutlich zurückgegangen, aber es reicht noch, um diese "vernünftig zu verwerten", so der Georgensgmünder Bürgermeister Ben Schwarz im digital tagenden Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Wirtschaft und Regionalförderung. Einige tausend Euro können so jedes Jahr erlöst werden.

Sickerwasser eindampfen und den Rest entsorgen

Während das Gas nach oben entweichen würde, wenn man es nicht sammeln würde, sammelt sich unter den mächtigen Deponiekörpern so- genanntes Sickerwasser. Das kann nicht einfach in den nächstbesten Fluss und auch nicht in die nächstgelegene Kläranlage geleitet werden.

Das Sickerwasser – pro Jahr rund 3500 Kubikmeter – wird separat gesammelt und eingedampft. Übrig bleibt ein kristallines Salz, das entsorgt werden muss. 170 000 Euro kostet den Landkreis (beziehungsweise den Gebührenzahler) alljährlich das Eindampfen, weitere 20 000 Euro zahlt er für die Entsorgung.

rog

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