Theresa Bub: das Gesicht der Metropolregion

Verliebt in die eigenen Apfelbäume

Motiv: Portrait - Carola Scherbel  Foto: Martin Regner, gesp.29.08.2019
Carola Scherbel

RHV

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21.11.2021, 13:30 Uhr
Mit Jeans und Gummistiefeln unterm Apfelbaum sitzen - für Theresa Bub hat sich ihr Lieblingsplatz auch zum Gewinn gemausert. Bei einem Fotowettbewerb der Metropolregion wurde sie zum Gesicht der Imagekampagne

Mit Jeans und Gummistiefeln unterm Apfelbaum sitzen - für Theresa Bub hat sich ihr Lieblingsplatz auch zum Gewinn gemausert. Bei einem Fotowettbewerb der Metropolregion wurde sie zum Gesicht der Imagekampagne "Platz für Regionalverliebte".   © ott, NN

Die Landwirtschaft, die Natur auf, am und um den Hof herum - das ist schon immer ihr Ding. Immer ist dabei wörtlich zu nehmen, Theresa Bub ist vor 22 Jahren in den Bauernhof von Eltern und Großeltern hineingeboren. Jetzt wirbt die angehende studierte Landwirtin mit Bildern und Videos auf Instagram für die Liebe zur Landwirtschaft. Und in der ganzen Metropolregion mit einem fröhlichen Foto von sich selbst unterm Apfelbaum.

Wie es dazu kam? Vor neun Jahren hatte Familie Bub eine Idee: Zum Geflügel und den Freilandhühnern, zu Spargel und Karpfen, Haselnüssen und Weihnachtsbäumen sollte eine Obstbaumplantage dazukommen, komplett biologisch. Auf dreieinhalb Hektar pflanzte ihr Vater nun Äpfel und Birnen. Theresa und ihre beiden Brüder waren immer dabei. "Es war von Anfang an ein Familienprojekt", erinnert sie sich stolz. Ob beim Pflanzen oder Düngen, beim aufwändigen Unkrautschneiden oder beim Zupfen der Äpfel - jeder einzelne von Hand. "Und jede Arbeit macht richtig Spaß!"

Die Anlage mit inzwischen 13 Apfel- und drei Birnensorten ("zu Äpfeln gehören Birnen einfach dazu") hat die Familie von Anfang an als "bio" zertifizieren lassen, viel Aufwand, viel Papierkram, aber dafür superlecker und gesund, findet Theresa.

Frühstücken im Obstgarten

Auch deshalb macht ihr nicht nur das Arbeiten an den kleinen Stämmchen Freude, sondern auch die Pausen. Einfach auf der Wiese zwischen den Bäumen sitzen, die Natur sehen, hören, riechen - und schmecken, wie zum Beispiel ihren Lieblingsapfel Natyra. "Manchmal frühstücken wir auch dort oder machen Picknick", erzählt sie. Vor allem in der Zeit der Apfelblüte. "Das ist die allerschönste Zeit", findet Theresa, die in Triesdorf studiert - Landwirtschaft natürlich. Dann hören sie und ihre Brüder, Mama und Papa, Oma und Opa, wie es überall summt und brummt.

Als die Metropolregion Nürnberg im Sommer erstmals einen Fotowettbewerb vom Lieblingsplatz ausschrieb, "fiel mir sofort der Obstgarten ein". Sie schickte ein Foto davon, wie sie zwischen den blühenden Bäumen sitzt, an die Metropolregion Nürnberg - und gewann.

Was folgte, war ein aufwändiges Fotoshooting - im Obstgarten natürlich, aber mit Profifotograf samt Assistentin, zwei Visagistinnen und zwei Mitarbeiterinnen der Metropolregion, die Theresa Bub nun als neues Gesicht der Imagekampagne "Platz für Regionalverliebte" in Szene setzen. Außerdem ist sie Botschafterin der Social-Media Kampagne KulinarLandschaft (ebenfalls von der Metropolregion). Das heißt, auf Instagram sind immer wieder Bilder und Videos von ihr zu sehen - zum Beispiel beim behutsamen Ernten der Bio-Äpfel in Kisten. Die haben extra weiche Polster, damit die Äpfel nicht zu hart aufkommen.

Informieren über Instagram

Instagram ist denn auch die Plattform, auf der sie für die bäuerliche Landwirtschaft wirbt - oder besser informiert, wie sie sagt. Damit - und übrigens auch mit Führungen auf dem Hof für Kindergärten, Schulen und interessierte Gruppen - kann sie zeigen, wie das Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof wirklich ist. Und aufräumen mit Vor- und Falschurteilen über "die Bauern": "Hier in unserer Region gibt es keine industrielle Landwirtschaft. Wer seine Lebensmittel und das Futter für seine Tiere selbst anbaut, der will der Natur nicht schaden, sondern sie erhalten."

Dass Theresa Bub "regionalverliebt" ist, muss sie aber gar nicht extra betonen. Ihr und ihrem Foto sieht man es auf den ersten Blick an.

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