Vielfältiges Wirken strahlt in zwei Dörfer

14.3.2012, 00:00 Uhr
Spalts Bürgermeister Udo Weingart (links) würdigte die verbindende Art von Thomas Mattusch (zweiter von rechts). Landrat Herbert Eckstein brauchte eine Weile, um die vielfachen Funktionen aufzuzählen, in denen sich der Geehrte engagiert. Auf großes Lob stieß auch die Unterstützung durch Ehefrau Ingrid.

© Leykamm Spalts Bürgermeister Udo Weingart (links) würdigte die verbindende Art von Thomas Mattusch (zweiter von rechts). Landrat Herbert Eckstein brauchte eine Weile, um die vielfachen Funktionen aufzuzählen, in denen sich der Geehrte engagiert. Auf großes Lob stieß auch die Unterstützung durch Ehefrau Ingrid.

Nun hat der 51-Jährige als Anerkennung das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für ehrenamtliche Verdienste aus den Händen von Landrat Herbert Eckstein überreicht bekommen. Ganz klassisch habe der Geehrte dabei seine Karriere als Ministrant gestartet, so der Landrat bei seiner Laudatio im Wernfelser Sportheim. Eckstein würdigte Mattusch als jemanden, „der das soziale Gewebe in Wernfels und Theilenberg zusammenhält“.

Es sei außergewöhnlich, dass ein Einzelner über ein solch lange Zeit sich kontinuierlich auf vielfache Weise für das Allgemeinwohl einsetze. Denn es blieb natürlich nicht beim siebenjährigen Ministrantendienst. Vielmehr füllt er in der katholischen Kirche St.Wenzeslaus in Theilenberg seit 38 Jahren das Mesneramt mit Leben.

Darüber hinaus hält Mattusch auch viele Andachten und Wortgottesdienste. Zudem kann er auf mehrjährige Mitgliedschaften in Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat verweisen.

„Unvorstellbare Leistung“

Da zeigte sich auch Pater John Nayathuparambi voller Bewunderung. Sein Engagement als Mesner sei „eine schier unvorstellbare Leistung“, so das Lob des Geistlichen für Mattusch. Dass dieser zu den tausenden von Stunden in jenem Amt noch Zeit für den Gesangsverein Wernfels gefunden habe, grenze an ein Wunder.

Zudem der Geehrte auch bei den Sängern größten Einsatz zeigt: Acht Jahre war er Notenwart, 23 Jahre erster Vorsitzender. Auf sein Konto gehen unter anderem die Durchführung des 100-jährigen Jubiläums sowie die Gründung eines Frauenchores. Eigentlich sei er „eine Galionsfigur des Vereins“, schwärmte während der Feierstunde die heutige Vorsitzende des Vereins Gisela Pfahler.

Mattusch selbst ist derzeit als zweiter Vorsitzender aktiv, organisiert die Jahreskonzerte und kümmert sich um den Männerchor. „Danke für die Zeit, die Geduld und die Nerven, die du für den Verein eingebracht hast!“ so Pfahler.

Doch der Einsatz des Geehrten ging und geht noch weiter: Als treibende Kraft des örtlichen Faschingballs ist er ebenso bekannt. Aktiv engagiert er sich auch bei der Feuerwehr. Mitglied ist er zudem im hiesigen TSV und im Obst- und Gartenbauverein.

Bei all dem verliere er nie die Ruhe und sei immer „fröhlich, offen und freundlich“, würdigte Landrat Eckstein. Er habe zudem eine verbindende Art: „Du siehst immer das Ganze“, so Eckstein zu Mattusch.

Auch Spalts Bürgermeister Udo Weingart hob die positiven Charakterzüge des Geehrten hervor. Er löse Konflikte „auf feine und menschliche Art“, bekam Mattusch attestiert. Er verstehe es sehr gut, die ihm Anvertrauten an die Hand zu nehmen. Sein vielfältiges Engagement habe „Strahlkraft in beide Dörfer hinein“, so Weingart, „wir sind dankbar, dass wir Sie haben!“.

Dem pflichtete auch Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ingrid Sterner bei, die den Geehrten auch als Brückenbauer zwischen den Generationen würdigte. Seinen Dank für Mattuschs Ehefrau Ingrid als treue Unterstützerin ihres Mannes sprach Kirchenpfleger Wilhelm Walter aus und überreichte einen Blumenstrauß.

Der Geehrte selbst zeigte sich sichtlich ergriffen. Er habe aber nicht nur viel Energie in die verschiedenen Aktivitäten hineingesteckt, sondern auch „unheimlich viel zurückbekommen“, sagte Mattusch, bevor die Gäste im vollbesetzten Saal in stehende Ovationen ausbrachen. Lieder des Gesangvereins rundeten die Veranstaltung ab, bei der die Ministranten bewirteten.

Auch künftig will Mattusch sich vielfältig engagieren, fügte aber gleich bescheiden hinzu: „Wenn der liebe Gott mich lässt...“

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