Dienstag, 20.10.2020

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Von Heideck nach Selingstadt: Radweg ist fertig

Bürgermeister sprach seinen Dank aus - 23.09.2020 09:06 Uhr

Zur Einweihung des Radweges war auch eine Abordnung der Heidecker Mittwochsradler gekommen.

© Foto: Eva Schultheiß


Am städtischen Kindergarten in der Selingstädter Straße beginnt der neue Radweg nach Selingstadt, mit dem heuer im Mai nach dem Lockdown begonnen wurde. Nun konnte er bei bestem Radfahr-Wetter feierlich eröffnet werden.

Bürgermeister Ralf Beyer begrüßte zuerst diejenigen, die den nötigen Grund für den Radweg entlang der Staatsstraße an die Stadt verkauft hatten, und dankte ihnen dafür. Gekommen waren auch eine Reihe Stadträte, etliche Selingstädter und nicht zuletzt zehn Heidecker Mittwochsradler in ihren einheitlichen Shirts, "die nicht nur mittwochs unterwegs sind, sondern diesmal auch am Montag".

Die Stadt habe den Radweg gebaut als kommunale Sonderbaulast, die Stadt war also Bauträger und bekam vom Freistaat einen Zuschuss für die etwa 840 Meter lange Strecke nach Selingstadt. Bereits 2015 begann die Planung, erinnerte der Bürgermeister, aber zwei Anträge lehnte das Staatliche Bauamt ab. Erst 2019 kam die Zusage für einen Zuschuss, so dass alles konkret werden konnte.

Dass der Radweg nun von Selingstadt den Kirchenweg herunter bis zur Staatsstraße nur für Fußgänger frei ist und Radler absteigen müssen, hängt mit dem Gefälle zusammen und dem durch eine Kurve unübersichtlichen Gelände. "Wenn wir früher vom Rad fielen, wussten wir, dass wir selber schuld waren, weil wir zu schnell unterwegs waren. Heute aber sucht man die Schuld leider anderswo und verklagt dann die Stadt. Daher wurde die Strecke als Fußweg beschildert."

Gerne auch benutzen

Beim Bau, der nur zwei Monate gedauert hatte, mussten die vorhandenen Wirtschaftswege über den Radweg geführt und wieder an die Staatsstraße angeschlossen werden. Auch ein Regenrückhaltebecken war nötig. Die Baukosten betrugen etwa 270 000 Euro, förderfähig waren 311 000 Euro.

"Mich ärgert", so die stellvertretende Landrätin Edeltraud Stadler, "wenn für teures Geld Radwege gebaut werden, die Radfahrer aber trotzdem die Straßen benützen, wo sie gefährdet sind." Sie wünschte allen Radfahrern, dass sie immer gesund wieder heimkommen. Andreas von Dobschütz vom Staatlichen Bauamt, der für den Straßenbau unter anderem im Landkreis Roth zuständig ist, freute sich, dass die Stadt Heideck hier die Baulast übernahm, denn "aufgrund der vielen Aufgaben können wir nicht alles übernehmen, der Freistaat bezuschusst aber solche Projekte."

Die Geistlichen Dr. Josef Schierl und Oliver Schmidt aus Eysölden für die vakante evangelische Kirchengemeinde Alfershausen-Heideck sprachen über Wege als Verbindung zu den Mitmenschen und auch zu Gott. Pfarrer Schmidt las aus Jesaias 40: "Bereitet dem Herrn den Weg, macht eben unserem Gott die Bahn!" Auf diesem nun ebenen Weg ohne Schlaglöcher mögen alle sich mit Respekt begegnen und hilfsbereit sein, beispielsweise bei einer Panne.

Das gespannte Band in den Stadtfarben rot-weiß-blau zerschnitten die Promis in viele Teile und gaben so den Radweg frei. Und bald schon benutzte ihn eine Selingstädterin unter dem Applaus der Anwesenden für ihren Heimweg.

Eva Schultheiß

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