Mittwoch, 11.12.2019

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Walderlebnistag mit Säge und Klubbe

Grundschüler verbrachten einen spannenden Schultag im Wald - 19.10.2017 14:55 Uhr

Gemeinsam — und mit ein ganz klein wenig Hilfe — schafften es die Grundschüler, den dicken Ast durchzusägen. © Fotos: Tobias Tschapka


Unweit der Schleuse Hilpoltstein östlich von Altenhofen befindet sich der Waldlehrpfad Dürnberg, der gerade jetzt, mitten im goldenen Oktober, die Schönheit der Natur besonders eindrucksvoll erlebbar macht. 

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Lernen im Wald: Ein spannender Tag für Hilpoltsteiner Grundschüler

Ein lehrreicher Waldspaziergang stand auf dem Stundenplan der Grundschüler aus Hilpoltstein und Meckenhausen.


27 Drittklässler aus Meckenhausenund die vier Klassen mit den rund 80 Hilpoltsteiner Schülerinnen und Schülern bestaunten die seltsamen Geräte, die Anton Schneck von den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) ihnen vorstellt. Neben der wohl jedem bekannten Kettensäge zum „Umlegen“ von Bäumen, zeigte er den Kindern zum Beispiel einen Hohlspaten, mit dem Bäume gepflanzt werden, und die „Klubbe“, mit der der Durchmesser von Bäumen gemessen wird.

So ein Waldspaziergang im Herbst ist für alle Mädchen und Buben eine faszinierende Erfahrung, weiß Förster Herbert Meyer. In der Tat begaben sich die Grundschüler voller Tatendrang auf den Weg. Inzwischen schien die Sonne durch das gelbe Blätterdach, die Vögel zwitscherten und es roch angenehm nach Erde und nassem Laub. Ein typischer Herbsttag im Wald eben, und das zur besten Unterrichtszeit. Da fühlten sich alle Kinder genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort und atmeten tief die frische Luft ein.
Aber es wäre natürlich kein Schultag, wenn nicht auch Köpfchen gefragt gewesen wäre. So musste an der einen Station zum Beispiel ein Kinderlied auf dem hölzernen „Waldxylofon“ gespielt und an der nächsten die Höhe eines Baumes geschätzt werden. Dann ging es beim „Waldgedächtnistraining“, eine Art Memory-Spiel, darum, sich Objekte zu merken, die zum Teil nichts im Wald zu suchen hatten, wie zum Beispiel eine alte Colaflasche.
Natürlich war auch Geschicklichkeit gefragt, unter anderem beim Zapfenzielwerfen, beim Baumstammwerfen oder bei der Sägestation, bei der im Team „ritsche, ratsche“ ein dicker Ast durchgesägt werden musste.



Außerdem präsentierte Schneck noch etwas anderes, was man mit der Waldarbeiterausrüstung machen konnte: Er schnitzte mit der Kettensäge kleine Waldbewohner, für jede Klasse einen. In den Gängen der Schulen finden sich schon ein paar von Schnecks Skulpturen aus den vergangenen Jahren, aber je mehr es werden, desto mehr zieht der Wald ein in die Grundschule, und das ist schließlich auch das Ziel des Walderlebnistages: Die Kinder für den Wald, seine Funktionen und nicht zuletzt seine Bewohner zu begeistern.

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