Hass im Netz

"War bedrohlich": Warum ein fränkischer Mediziner einen Elektroschocker in der Praxis hat

Tobi Lang
Tobi Lang

Redakteur

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13.8.2022, 05:31 Uhr
Der "Auhof-Doc" Rolf Eichinger geriet ins Visier radikaler Impfgegner. 

© Screenshot Youtube Der "Auhof-Doc" Rolf Eichinger geriet ins Visier radikaler Impfgegner. 

Rolf Eichinger wollte dagegenhalten, daran lässt der Mediziner aus Hilpoltstein keinen Zweifel. Irgendwann im letzten Jahr fasste der Hausarzt den Entschluss, aktiv zu werden. Gegen die Falschinformationen, den Hass, den radikale Impfgegner im Netz verbreiten. Er lud ein Video auf Youtube hoch - und der Ärger begann.

"Das war schon ein Schock", sagt der Mediziner heute. Unmittelbar nach der Veröffentlichung des Videos wurde er von Corona-Maßnahmengegnern attackiert. Massiv und bedrohlich seien die Nachrichten gewesen, die in Telegram-Gruppen kursierten. "Ich glaube, ich bin jemand, der nicht so schnell Angst kriegt", sagt Eichinger. Verwandte hätten sich aber durchaus Sorgen gemacht. Ein Kollege riet dem Arzt sogar, in der Praxis eine kugelsichere Weste zu tragen. Stattdessen schaffte Eichinger sich einen Elektroschocker an. Zur Sicherheit.

Seit dem Tod der österreichischen Impfärztin Lisa-Maria Kellermayr diskutiert Deutschland einmal mehr über Hass im Netz - und wie man ihm begegnet. Tut der Staat genug? Das und die Geschichte weiterer Betroffener lesen Sie im Hintergrundartikel auf NN.de.