Wenigstens ein bisschen Umleitungsverkehr für Hofstetten?

24.2.2021, 14:48 Uhr
Die Vorbereitungen für die Abflachung der Kuppel am Kränzleinsberg sind schon getroffen. Der Wald ist abgeholzt, im Juli sollen die Bauarbeiten beginnen. Wegen der Baustelle sind natürlich weiträumige Umleitungen nötig, auf der schon kurz nach der B 2 bei Heideck hingewiesen wird. Franz Mosandl von den Freien Wählern sieht dabei Solar zu strak belastet, wohingegen Hofstetten kaum betroffen sei.

Die Vorbereitungen für die Abflachung der Kuppel am Kränzleinsberg sind schon getroffen. Der Wald ist abgeholzt, im Juli sollen die Bauarbeiten beginnen. Wegen der Baustelle sind natürlich weiträumige Umleitungen nötig, auf der schon kurz nach der B 2 bei Heideck hingewiesen wird. Franz Mosandl von den Freien Wählern sieht dabei Solar zu strak belastet, wohingegen Hofstetten kaum betroffen sei. © Foto: Tobias Tschapka

Schade! Denn wer nicht dabei war, verpasste eine zum Teil emotionale Videoschalte. Informationen gab es natürlich auch zuhauf, aber wie es oft so ist, sorgte gerade der Tagesordnungspunkt "Mitteilungen, Anfragen, Verschiedenes" für Stimmung. So sieht Franz Mosandl von den Freien Wählern den Ortsteil Solar übermäßig mit Umleitungsverkehr belastet, wenn im Juli die Bauarbeiten zur Abflachung der Kuppe am Kränzleinsberg anstehen. "Warum wird Hofstetten vor Umleitungsverkehr geschützt?", wollte er wissen. Es entstünde der Eindruck, "dass es in Hilpoltstein Bürger erster und zweiter Klasse gebe". Seine Bitte: "Man könnte doch wenigstens ein bisschen Umleitungsverkehr über Hofstetten laufen lassen."

Und dann beklagte sich Mosandl noch darüber, dass beim Livestream am 9. Februar, die Umleitungen ganz anders skizziert gewesen worden seien, als sie jetzt tatsächlich wären. Bürgermeister Markus Mahl erwiderte, dass "die Daten in der Vorberatung noch nicht dagewesen sind". Daraufhin wollte Mosandl das Eingangsdatum der E-Mail vom Staatlichen Bauamt Nürnberg sehen.

"Lassen uns nicht vorführen!"

Woraufhin Mahl der Kragen platzte. "Wir lassen uns hier nicht vorführen und uns nicht vorwerfen, dass wir Informationen bewusst zurückgehalten haben. Wozu auch." Wenn die Stadt Infos zu öffentlichen Tagesordnungspunkten habe, würden diese auch dem Stadtrat und der Öffentlichkeit präsentiert. "Ich werde Dir den E-Mail-Eingang nicht bestätigen", sagte er in Richtung Mosandl. Ende der Diskussion. Mal sehen, ob diese in der heutigen Sitzung, die in der Mehrzweckhalle Meckenhausen stattfindet, fortgesetzt wird. Denn, wie berichtet, ist die Stadthalle derzeit wegen eines defekten Trägers gesperrt.


Risse im Dach: Hilpoltsteiner Stadthalle gesperrt


Wie umfangreich die Reparatur dieses Balkens ist und wie viel Zeit eine eventuelle Sanierung in Anspruch nehme, könne der Bürgermeister erst sagen, wenn die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen. Mahl geht davon aus, dass die Stadthalle in diesem Halbjahr nicht mehr benutzt werden kann. Für die Stadthalle seien mittlerweile 500 000 Euro in den aktuellen Haushalt eingestellt worden. Der Rathaus-Chef hofft, dass der Haushalt 2021 noch im März auf den Weg gebracht werden könne.

Kämmerer Klaus Waldmüller werde, so Mahl, heute Abend den ersten Entwurf des Haushaltes vorstellen, der auch dieses Mal ein "riesiges Volumen" haben werde. Das Gesamtvolumen soll sich auf 51,5 Millionen Euro belaufen, aufgeteilt in 33 Millionen Euro für den Verwaltungs- und 18,5 Millionen für den Vermögenshaushalt.

Es sei erfreulich, dass die Stadt auch heuer keine Kredite aufnehmen müsse und Schulden abbaue. Die Pro-Kopf-Verschuldung soll gegen Ende des Jahres 108 Euro betragen (2020 waren es 155 Euro). "Das wird sich aber in den nächsten Jahren wieder ändern", trat der Hilpoltsteiner Bürgermeister gleich auf die Euphoriebremse.

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