Samstag, 20.04.2019

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Wer wird hinter Scheurig zweiter Aufsteiger?

Pistolenschießen: Für FSG-Schützenmeister Landmann sind Hilpoltstein und Willmandigen etwa gleich stark - 25.01.2019 19:00 Uhr

Auf die Nerven kommt es an. FSG-Routinier Karl Schmidt ist meist die Ruhe selbst, in Ruit bestreitet er nicht seinen ersten Aufstiegswettkampf. © Foto: Paul Götz


Mit dem Einsatz des türkischen Nationalmannschaftsschützen Yusuf Dikec haben sich die Ötlinger vor Jahresfrist den entscheidenden Vorteil im Aufstiegsrennen verschafft. Zwar zog der Weltklassemann seine Mannschaftskameraden zu ungewohnter Leistungsstärke mit, doch es löst bei FSG-Schützenmeister Robert Landmann schon ein Stirnrunzeln aus, dass Dikec weder zuvor noch in dieser Runde einen Wettkampf für den TSV bestritten hat.

Ein klarer Favorit

Die Rollen sind heuer ähnlich wie 2018 verteilt, als die HSG München als erster Aufsteiger quasi gesetzt war und seinen Part auch mir voller Zufriedenheit erledigte. In diesem Jahr ist die SG Scheurig, Meister der 2. Bundesliga Süd, haushoher Favorit. Für Rang zwei kommen nach der Ansicht von Landmann der SV Willmandingen und die FSG Hilpoltstein in Frage: "Willmandingen schießt auf dem gleichen Niveau wie wir. Es kommt auf die Tagesform an und darauf, wer am ehesten die Nervosität ablegt." Viertes Team im Bundes ist SKam Aalen-Nesslau.

Geschossen werden zwei Runden, eine ab 11.30, eine ab 14 Uhr. Jeder Schütze gibt dabei je 40 Schuss ab. Die Ringzahlen werden addiert, eine Duell-Wertung wie in der Liga gibt es nicht. Die zwei Mannschaften mit den höchsten Ergebnis steigen auf. Für den ersten Durchgang schickt die FSG Horst Roedel, Sebastian Burger, Karl Schmidt, Maxim Konradi und Stefan Schwab ins Rennen. Für den zweiten Durchgang könnte es einen Wechsel geben, dabei wäre Roland Wabra erste Wahl, er ist aber nicht 100-prozentig fit. Landmann: "Wir reisen mit acht Mann an, wenn da jemand krank wird, stellt sich die Mannschaft praktisch selbst auf."

Zwei Mal waren die Hilpoltsteiner schon in der ersten Bundesliga vertreten. 2015 fühlten sie sich nicht unbedingt stark genug, wurden aber als Tabellenvierter "zwangsweise aufgestiegen", weil die Liga damals aufgestockt wurde und die Konkurrenz aus der 2. Liga am letzten Wettkampftag den Sprung nach oben wohl nicht ganz unabsichtlich verpasste. Ein Jahr später war die FSG schlauer, was das eigene Leistungsvermögen betrifft, stieg am letzten Rundentag vor eigenem Publikum aber trotzdem ab.

LG-Schützen fielen zurück

Heimrecht ist also nicht unbedingt Heimvorteil. Das erlebte auch die Luftgewehrmannschaft der FSG, die vergangenes Wochenende vom zweiten auf den vierten Rang der Bayernliga Nordwest abrutschte. Der Stolperstein war dabei der direkte Konkurrent BSG Bergrheinfeld, der die Hilpoltsteiner zum Jahresauftakt mit 3:2 besiegte. Auch Hubertus Haibach zog vorbei, der den SV Höbing 4:1 schlug und damit dessen Abstiegsnot vergrößerte und ein 5:0 gegen Schlusslicht Marktsteft drauflegte. Das ergab 9:1 Zähler, die Haibach (32:18) auf den zweiten Rang brachten, gefolgt von den punktgleichen Bergrheinfeld (31:19) und Hilpoltstein (29:21). Die FSG gewann das zweite Duell gegen Aufsteiger Pfeifferhütte nur knapp mit 3:2. 

PAUL GÖTZ

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