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Sonntag, 25.10.2020

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Willy Bittner hatte zur Wiedervereinigung Bäume gepflanzt

Solitär-Linde seit 30 Jahren verwurzelt - 05.10.2020 17:58 Uhr

An die Wiedervereinigung Deutschlands vor 30 Jahren erinnert die Solitär-Linde am Ortseingang von Allersberg, die von Bundespräsident Richard Stücklen und Willy Bittner gepflanzt wurde. Auch in Stützerbach in Thüringen wurde eine Linde gepflanzt.

© Foto: Josef Sturm


Zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit wollte er diese Aktionen wieder ins Rampenlicht rücken.

Am Ortseingang in der Rother Straße wurde auf Bittners Grund vor 30 Jahren eine von ihm gesponserte Solitär-Linde gepflanzt. Schirmherr war damals Bundespräsident Richard Stücklen, der die Pflanzung mit Bittner öffentlichkeitswirksam durchführte. Willy Bittner hatte zu Elmar Bayer, gebürtiger Dresdner und Chef der Fränkischen Bläserboum, ein gutes Verhältnis. So waren neben Bürgermeister, Faschingskomitee und Kultur- und Verschönerungsverein neben den Fränkischen Bläserboum und dem Allersberger Musikverein auch das Staatsorchester aus Dresden dabei.

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Die Linde wuchs und gedieh. Der 87-jährige Willy Bittner war nicht nur bei der Aktion in Allersberg engagiert und federführend sondern auch Ideengeber und treibende Kraft bei einer weiteren Baumpflanzaktion in Stützerbach in Thüringen.

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Spontan luden die Allersberger Fastnachter die Musiker zur Teilnahme am Faschingszug im Jahre 1990 ein. So entstand auch der Gedanke, dort, vor der evangelischen Kirche in Stützerbach, eine deutsch-deutsche Linde zu pflanzen. Mit Anhänger und Baum fuhr man in den ehemaligen Luftkurort, in dem auch Johann Wolfgang von Goethe wirkte, und knüpfte neben dem Musikverein auch Kontakt zum dortigen Faschingsverein.

Seit dieser Zeit gibt es zwischen den Vereinen eine Verbindung über den Fasching, aber zur 20-Jahr-Feier der Wiedervereinigung bei einem Besuch in Stützerbach. Mitfeiern wollte man heuer auch das Jubiläum des dortigen Musikvereins, das aber der Corona-Pandemie zum Opfer fiel.

Inzwischen hat die Linde in Stützerbach eine staatliche Größe und man hofft, dass es bald einmal wieder zu einem gegenseitigen Besuch kommt, damit die Verbindung zwischen Thüringen und Mittelfranken nicht abreißt. Und an noch eine Baumpflanzung anlässlich der Wiedervereinigung erinnert man sich. Auch beim Strandhaus Birkach im Gastgarten der Wirtsfamilie Möltner wurde anlässlich des Tages der Deutschen Einheit vor 30 Jahren ein Baum gepflanzt.

jstu

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