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Wütet Corona erneut im Revier der Rother Blues-Tage?

Die Rother Kulturfabrik bleibt im Dezember geschlossen, das Weihnachtsprogramm wird verlegt - 30.11.2020 06:00 Uhr

Jane Lee Hooker begeisterte im vergangenen Jahr bei den Rother Blues-Tagen. Heuer fiel das Festival ins Wasser, die Bands und Künstler sagten aber fürs nächste Jahr zu. Wenn es dann eine weitere Ausgabe gibt. Die Organisatoren wollen nicht klein beigeben: „Wir sind zu Vielem bereit.“

29.11.2020 © Foto: Hans von Draminski


Wegen der Verlängerung des Teil-Lockdowns bleibt die Kulturfabrik in Roth geschlossen. Die für Dezember geplanten Veranstaltungen wurden auf neue Termine im Jahr 2021 und 2022 verschoben. Die bereits gekauften Tickets behalten auch für die neuen Termine ihre Gültigkeit, oder sie können bei Bedarf bei den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

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Das Weihnachtsprogramm von Lizzy Aumeier, "SOFA", das für den 4. Dezember geplant war, wurde um ein Jahr auf den 3. Dezember 2021 verlegt. Ebenso wie der Auftritt von Helmfried von Lüttichau, der nun am 5. Dezember 2021 stattfindet. Auch für "die Feisten" und ihren "Junggesellenabschied" wurde ein neuer Termin gefunden: es ist der 29. Januar 2022.

"Wir fahren auf Sicht"

Über den anstehenden Monat hinaus will man in der Kulturfabrik noch nicht denken. "Ich kann’s zwar selbst nicht mehr hören, aber wir fahren auf Sicht", erklärte die künstlerische Leiterin Monika Ammerer-Düll. Es stehe nämlich im Raum, dass sich der Lockdown bis Ende März hinziehen könnte – und das ist Blues-Tage-Revier.

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Öffentlich ausgesprochen hat diesen Zeithorizont Kanzleramtsminister Helge Braun. "Da hat mich echt der Schlag getroffen, ich hoffe sehr, dass das eine Einzelmeinung war", kommentiert Ammerer-Düll diese Nachricht. Bei der Vorbereitung auf die Blues-Tage, so die künstlerische Leiterin, komme der Kulturfabrik nun entgegen, dass nach der Absage im Frühjahr das Programm für 2021 übernommen werden konnte. Ein Großteil der Öffentlichkeitsarbeit liegt deshalb schon in den Schubladen.

"Wir sind zu Vielem bereit, Hauptsache, wir können es durchziehen", erklärt die Kufa-Chefin, die zudem durchblicken lässt, dass auch die Musiker sich sehr flexibel verhalten. Es könnte etwa bei der nächsten Auflage darauf hinauslaufen, dass alle Konzerte bestuhlt werden.

"Es wird fatal"

Ohne an das eigene Programm zu denken, tun sich für Monika Ammerer-Düll, die Befürworterin der Corona-Maßnahmen ist, immer größere Baustellen auf: "Langsam wird’s fatal. Ich rede jetzt nicht als Mitarbeiterin der Stadt Roth. Aber wenn man sieht, was mit der Gastronomie passiert, die erst jetzt die Anträge für die November-Hilfe ausfüllen kann. Oder unser Techniker als Solo-Selbstständiger muss sich jetzt einen Steuerberater für seinen Antrag suchen."

Gar nicht gefällt der Kulturfabrik-Chefin im Hinblick auf den anschwellenden Corona-Blues in der Bevölkerung, wie Verbote von der Politik unters Volk gebracht werden: "Die Maßnahmen müssen viel deutlicher erklärt werden."

PAUL GÖTZ E-Mail

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