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Zehnkampf: Erster Wettkampf für Thomas Teck

Frischling Teck begeisterte auch zwei Leichathleten der TSG 08 Roth - 09.10.2014 17:49 Uhr

Thomas Teck ließ sich von Medienberichten für den Zehnkampf begeistern und meisterte auch schwierigere Disziplinen wie hier den Hürdenlauf. © Meschede


Motiviert war das Trainerteam der TSG an diese Herausforderung herangegangen. und erstellte Trainingspläne, die genau auf die begrenzten Zeitressourcen des jungen Familienvaters abgestimmt waren. Kraft- und Ausdauereinheiten im Heimtraining und mindestens einmal die Woche Techniktraining mit der Leichtathletikjugend. Dort wurde er gerne aufgenommen und erhielt wegen seiner ansteckenden Begeisterung schnell den Spitznamen „Motivationsthomas“.

Zehn verschiedene Disziplinen musste er in kürzester Zeit einüben, darunter welche mit technisch anspruchsvollen Bewegungsabläufen wie der Hürdenlauf oder Stabhochsprung – eine echte Mutprobe. Nicht zu vergessen die drei Wurfdisziplinen, Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf. Zugute kamen dem Hobbysportler seine enorme Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. Auch von einer Oberschenkelverletzung im Winter ließ sich Thomas Teck nicht ausbremsen.

Etwas niedrigere Hürden

Bei kleineren Sportfesten erwarb der Zehnkampf-Frischling schon die erste Wettkampfpraxis. Mit dem Jedermann-Zehnkampf in Herzogenaurach stand dann der erste richtige Wettbewerb auf dem Programm, denn diese Variante unterscheidet sich nur durch eine etwas geringereZwei Rother Hürdenhöhe von der Wettkampfklasse. Zusammen mit seinen Trainingskollegen Thomas Heid (ein erfahrener Zehnkämpfer) und Tobias Grahl (auch er als Sprinter ein Debütant) ging Teck die Königsdisziplin der Leichtathletik an.

Der erste Tag begann mit dem 100-Meter Sprint. Während Thomas Heid etwas verhalten startete, setzten die beiden anderen gleich ein Ausrufezeichen mit einer neuen Bestzeit für Grahl und einer super Einstandszeit von Teck. Der Weitsprung stand aber unter keinem guten Stern. Tobias Grahl kämpfte mit dem Anlauf und schaffte nur einen gültigen Versuch, und Thomas Teck verletzte sich beim zweiten Versuch am Oberschenkel, so dass die Fortsetzung des Wettkampfes in Frage stand. Einzig Thomas Heid schöpfte mit seinen Sprüngen seine Möglichkeiten aus.

Nach einem ordentlichen Kugelstoßwett-Einsatz ging es für das Trio zum Stabhochsprung, eine der gefürchteten Disziplinen bei jedem Zehnkämpfer. Schnell hat man hier mit drei ungültigen Versuchen einen sogenannten „Salto Nullo“ eingefahren. Umso erstaunlicher die Leistungen der beiden Debütanten, allen voran Thomas Teck, der beachtliche 2,60 Meter übersprang.

Für Thomas Heid waren derweil im Hochsprung gute Nerven gefragt, bis er bei 1.67 Metern in die Konkurrenz einsteigen konnte. Mit einer übersprungenen 1,73 Metern ging es zum abschließenden 400-Meter-Lauf, wo noch einmal um jede Hundertstel gekämpft wurde.

Der zweite Tag begann mit dem 110-Meter-Hürdenlauf. Auch diese Disziplin war für Teck und Grahl in einem Wettkampf Neuland. Der Diskuswurf , die im Vorfeld am wenigsten trainierte Disziplin, lief bei den „Jedermännern“ erstaunlich gut, während Heid unter seinen Möglichkeiten blieb. Er glänzte dafür im Stabhochsprung und sammelte mit der Einstellung seiner Bestmarke von 3,60 Metern wichtige Punkte.

Die Jedermann-Riege absolvierte zeitgleich den Hochsprung, wobei Thomas Teck der Verletzung vom Vortag Tribut zollen und sich mit übersprungenen 1,50 Meter zufrieden geben. Tobias Grahl übersprang 1,45 Meter.

Saubere Würfe

Beim Speerwerfen zeigte das verstärkte Techniktraining beim Anlauf erste Erfolge. Alle drei Athleten zeigtern sehr saubere Würfe und Tobias Grahl erzielte mit 38,83 Metern eine neue Bestleistung.

Hatte der Wettergott bis dahin einigermaßen mitgespielt, es gab durch kleinere Regengüsse nur zwei Pausen, begann es vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf aus allen Wolken zu schütten. In strömendem Regen absolvierten die Sportler den kräftezehrenden Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

Fazit dieses Wochenendes: Thomas Heid stand mit 5101 Punkten nach zwei Jahren endlich wieder einen Zehnkampf ohne Verletzung durch. Die beiden Neulinge gaben eine tolle Vorstellung und können sich jetzt mit Recht Könige der Leichtathleten nennen.

Die Ergebnisse (Thomas Heid, Tobias Grahl, Thomas Teck): 100 m (12,22/ 12,08/ 12,69 sec), Weitsprung(5,75/ 5,39/ 4,94 m), Kugel (8,99/ 7,99/7,18 m), Hochsprung (1,73/ 1,45/1,50 m), 400 m (55,42/ 56,81/ 66,48 sec), Hürden (17,21/ 17,62/ 21,61 sec), Diskus (24,19/ 25,62/ 19,78m), Stabhochsprung (3,60/ 2,20/ 2,60 m), Speer (35,60/ 38,83/ 25,72 m), 1500 m (5:03,20/ 5:07,49/ 6:18,81 min).

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