Sonntag, 15.12.2019

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Militär-Hubschrauber kappte Stromleitung: A7 war gesperrt

Betroffen war der Streckenabschnitt zwischen Rothenburg und Bad Windsheim - 25.09.2019 13:21 Uhr

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Militärhubschrauber kappt Stromleitung im Landkreis Ansbach: Sperrung der A7

Die Kollision eines Militärhubschraubers mit einer Stromleitung ging am Dienstagabend noch einmal glimpflich aus: Dem Pilot gelang eine Notlandung auf einer Wiese, verletzt wurde niemand. Einsatzkräfte kümmerten sich um die beschädigte Maschine und die gekappte Stromtrasse. Die A7 ist am Mittwochvormittag für Reparaturarbeiten an der Leitung zwischen Rothenburg ob der Tauber und Bad Windsheim komplett gesperrt.


Am Mittwochvormittag kam es zu heftigen Verkehrsbeeinträchtigungen auf der A7 zwischen Ulm und Würzburg. Betroffen waren der Abschnitt zwischen Rothenburg ob der Tauber und Bad Windsheim, beide Richtungen waren gesperrt. Der Grund dafür war ein Vorfall mit einem Militärhubschrauber des Typs Apache.

Dieser geriet in der Gemeinde Windelsbach Dienstagabend gegen 20.45 Uhr auf der Verbindungsstraße von Linden in Richtung Nordenberg in eine Stromleitung und kappte diese dabei. Dem Piloten war es danach gelungen, eine Notlandung auf einer Wiese durchzuführen. Zunächst waren die Einsatzkräfte von einem Hubschrauberabsturz ausgegangen. Vor Ort dann stellte der Kreisbrandmeister aus dem Landkreis Ansbach fest, dass es sich um einen US-Militärhubschrauber handelte – und sicherte sich sofort ab, ob der Heli möglicherweise Waffen oder ähnliches geladen hatte, oder ob durch auslaufendes Kerosin Gefahr für die Menschen und Umwelt bestehe. Nachdem der Pilot dies verneint hatte, und außerdem sichergestellt wurde, dass niemand verletzt worden war, wurde der Hubschrauber gesichert.

Autobahn wieder frei

Durch die Notlandung des Helikopters wurden laut N-Ergie insgesamt sechs Hochspannungsseile gekappt und mindestens zwei Strommasten beschädigt. Zunächst bestand Gefahr durch mögliche weitere beschädigte und umknickende Strommasten, ein Gutachter der N-Ergie machte sich ein Bild von der Lage.

Ein Großaufgebot von zehn bis 15 Löschfahrzeugen war an der Einsatzstelle zugange. Die Netzgesellschaft arbeitete am Morgen gemeinsam mit einem Expertenteam daran, die Hochspannungsleitung zu stabilisieren. Gegen Mittag wurde die Sperrung der Autobahn schließlich aufgehoben.

Die Arbeiten zur Sicherung der Leitung dauern aktuell noch an. Die Wiederinstandsetzung hat der N-ERGIE zufolge bereits begonnen. Wann die Leitung wieder in Betrieb genommen werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Die Stromversorgung der Kunden sei aber nicht beeinträchtigt gewesen, teilte die Aktiengesellschaft mit.

Dieser Artikel wurde zuletzt gegen 13.20 Uhr aktualisiert.


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mch

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