Samstag, 23.01.2021

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Mit Krimi-Dinner: Der Silvesterabend in Schillingsfürst

Theaterabteilung des TSV spielte in der Albert-Zietz-Halle auf - 02.01.2018 19:50 Uhr

Der ausgefuchste Kommissar Kolumbus (Jürgen Kamm) löst den Fall.

02.01.2018 © Schäfer


Üppig und in mehreren Gängen tafelte das 70-köpfige Publikum an festlich gedeckten runden Tischen. Die junge Post-Wirtin und Hallenpächterin Stefanie Leiblein hatte aufgekocht. Auf eine pikante Currysuppe mit Garnelenspieß folgte die Hauptgang-Auswahl: gegartes Roastbeef mit Rosmarinkartoffeln oder Gemüsestrudel mit Käsekörbchen und Kartoffelplätzchen. Für Naschkatzen, die einer süßen Versuchung nicht widerstehen können, servierte sie als Nachspeise eine schokoladige Kreation.

Zwischen den delikaten Menü-Gängen galt es, einen knifflichen Kriminalfall in lokalen Stadträumen zu lösen und einen Mord zu sühnen. Täter, Verdächtige, Opfer und Ermittler agierten nicht nur auf der Bühne, sondern auch zwischen den Tischen und Stühlen, wenn sie Straftaten, Opferrollen und Ermittlungsarbeit leisteten. Die Gäste saßen mitten im Geschehen. Simone Galle managte die Organisation. Regina Hahn führte Regie.

Ungereimtheiten am Abiball

Werner Rauch, Helga Meder, Veronika Dinzl, Jürgen Kamm und Regina Rothenberger stifteten in ihren Rollen reichlich Verwirrung, um das Publikum in die Irre zu führen. Die Mitwirkenden sind erprobte Laiendarsteller und waren wieder einmal in ihrem Element. Sie spannten in der Inszenierung einen Bogen zwischen einem rauschenden Abi­ball, bei dem nicht alles mit rechten Dingen zuging, und einem Wiedersehen nach 25 Jahren.

In jener Nacht des Abiballs war ein Lehrer spurlos verschwungen und all die Jahre nicht mehr aufgetaucht. Sein Schicksal blieb ungeklärt. Desweiteren verließ eine Schülerin scheinbar völlig spontan am Morgen nach dem Ball Deutschland in Richtung USA und war seit 25 Jahren nicht mehr nach Hause gekommen. Jetzt, pünktlich zum Abi-Jubiläum, kündigte sie ihre Rückkehr an. Aber warum bittet sie den Kommissar Peter Kolumbus zu dem Fest? Doch bevor Licht in diese Angelegenheit gebracht wird, geschieht ein Mord.

Ungetrübte Gaumenfreuden

In dem mörderisch-köstlichen Spiel floss kein Blut und es kam auch keine Leiche zum Vorschein. Die Gaumenfreuden beim Krimidinner blieben also ungetrübt. Es wurde geschlemmt und getafelt – und dabei viel gemutmaßt, gerätselt und spekuliert. Rechtzeitig vor dem Jahreswechsel um Mitternacht wussten die Zuschauer dann, wer die Übeltäter und wer die Helden sind.

Zuvor durften die Gäste am Tisch abstimmen, wer als Mörder in Frage kommt und die richtige Lösung samt Begründung auf einem Handzettel notieren. Nur Sonja Rippl lag richtig und erhielt als Belohnung eine Flasche Sekt geschenkt. Alle anderen hatten falsch getippt. Ein Ehepaar durfte sich angesichts seiner ziemlich abstrusen Varianten einen Schluck Schnaps gönnen als "Trostpflaster". Um Mitternacht wurde mit Sekt und Champagner auf das neue Jahr angestoßen und dem Gegenüber ein guter Start gewünscht. Ein herzhafter Imbiss lud noch zum längeren Verweilen ein.

sis

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