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Donnerstag, 04.03.2021

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Mutmaßlicher Pistolenschütze löst Großeinsatz in Franken aus

13-Jähriger lief mit Spielzeugpistole durch Tiefgarage eines Einkaufscenters - 17.02.2021 14:29 Uhr

Am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr teilte ein Bürger aufgeregt der Polizei mit, dass ein Jugendlicher mit einer Schusswaffe von der Tiefgarage in der Oberen Bahnhofsstraße in Richtung Einkaufscenter unterwegs ist und einen anderen Jugendlichen verfolgen würde. Laut dem Mitteiler sah die Pistole sehr echt aus.

Mehrere Streifenfahrzeuge fuhren zum Einsatzort. Ersten Zeugenbefragungen zufolge hatte ein Junge mit seiner Pistole einen anderen Jugendlichen beschossen und dabei am Arm verletzt. Der Schütze konnte nicht mehr angetroffen werden.

Nachdem ein Name und eine Beschreibung des "Täters" bekannt war, konnte dieser nach kurzer Fahndung am alten Stadtgraben festgenommen und durchsucht werden. Es stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige erst 13 Jahre alt ist. Die "Tatwaffe" stellten die Beamten sicher.

Weitere Befragungen ergaben, dass der 13-Jähre sich mit zwei anderen Jugendlichen in der Tiefgarage am Einkaufscenter getroffen hatte und sie sich, wohl aus Langeweile und Übermut, gegenseitig mit einer Softair-Pistole beschossen. Zumindest zwei der Jugendlichen wurden dabei an den Armen leicht verletzt.

Die Softairwaffe ist der Pistole Walther P99 nachempfunden. Aufgrund der Verwechslungsgefahr gelten diese Gegenstände als Anscheinswaffen. Das Waffengesetz verbietet deshalb das Führen dieser Waffen in der Öffentlichkeit.

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Gegen die drei beteiligten Minderjährigen (13, 14 und 16 Jahre alt) wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt. Zudem dürfte die Softair-Pistole gerichtlich eingezogen werden. "Solcher Leichtsinn hätte für die drei Jungen auch böse enden können, weil sich viele Softair-Waffen nur schwer von echten Schusswaffen unterscheiden lassen", so die Polizei.


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wik

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