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Sonntag, 22.09.2019

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Nach tödlichem Unfall bei Rothenburg: Dritte Person stirbt

Hubschrauber und Dutzende Rettungskräfte im Einsatz - Schaulustige störten - 05.08.2019 13:32 Uhr

Drei Menschen starben bei einem schweren Unfall nahe Rothenburg ob der Tauber. © NEWS5 / Oߟwald


Die Verstorbene war Mitfahrerin in dem mit fünf Menschen besetzten Ford Fiesta. Der Fahrer des Ford war am Sonntag gegen 14.50 Uhr trotz Stoppschild über eine Kreuzung auf der Verbindungsstraße zwischen Bettenfeld und Herrnwinden gefahren. Dort stieß der Wagen mit einem VW Golf zusammen, der rechts in den Kreuzungsbereich einfuhr. Der VW krachte wiederum gegen einen an der Kreuzung wartenden Peugeot. Zwei 20 und 41 Jahre alte Männer, beides Insassen des Ford Fiesta, starben noch am Unfallort, für sie kam trotz Reanimation jede Hilfe zu spät.

Sieben weitere Menschen wurden schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, erlag die 19-Jährige in der Nacht auf Montag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Ein 14-jähriger Junge, der ebenfalls im Ford saß, schwebt weiterhin in akuter Lebensgefahr. Fahrer und Beifahrer des VW Golf und des Peugeot erlitten schwere Verletzungen.

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Unfall im Landkreis Ansbach: Drei Menschen sterben - weitere verletzt

Am Sonntagnachmittag ereignete sich auf der Kreuzung zwischen der Staatsstraße 1040 und der Abzweigung nach Bettenfeld (Landkreis Ansbach) ein schwerer Verkehrsunfall. Zwei Menschen verloren dabei unmittelbar ihr Leben, sieben weitere Personen wurden teils schwerst verletzt. Eine der Verletzten, eine 19-jährige Frau, erlag in der Nacht auf Montag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.


Schaulustige störten

"Während die Rettungskräfte alle Hände voll zu tun hatten, kam es immer wieder zu Störungen durch Passanten und Neugierige", berichtet Stefan Schuster, Leiter der Polizeiinspektion Rothenburg. Zusätzliche Beamte mussten die Schaulustigen von der Unfallstelle verweisen. Teils seien Gaffer sogar aus den umliegenden Orten mit Fahrrädern und Rollern zur Unfallstelle gefahren. Gegen rund ein Dutzend stellten die Beamten Platzverweise aus. Gleichzeitig habe es eine große Zahl an Ersthelfern gegeben, die die Unfallopfer noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte aus den Fahrzeugen gezogen und Erste Hilfe geleistet hätten, lobte Schuster.

Insgesamt waren bei dem Vorfall 60 Feuerwehrleute, 30 Rettungssanitäter, fünf Notärzte und drei Hubschrauber im Einsatz. Auch ein Notfallseelsorger wurde hinzugezogen. Nachdem die Toten und Verletzten abtransportiert waren, gab es laut Polizei eine kleine Andacht an der Unglücksstelle.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter berufen. Er soll den genauen Unfallhergang rekonstruieren. Dabei setzte er auch eine Drohne ein. Die Staatsstraße sowie die Kreisstraße in Richtung Bettenfeld waren bis in den Sonntagabend hinein komplett gesperrt.


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dpa, tok, tl, evo, smax

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