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Neuer Sitz für Kirchengemeinde Buch am Wald

Öffentliches Zentrum für Gemeindearbeit - Umsetzung nach Plan - 03.11.2016 14:38 Uhr

Kirche und Kommune miteinander verzahnt: Kirchliches Gemeindehaus und Kanzlei.

03.11.2016 © priv/all


Während die Außenfassade unverändert geblieben ist, hat sich in den Innenräumen des Gemeindehauses viel getan. Das Untergeschoss mit dem Büro und Sekretariat des Bürgermeisters sowie dem großen Gemeinschaftssaal zeugen nun von einer engen Zusammenarbeit. Während politische- und Kirchengemeinde mit eigenen Eingangstüren vorher räumlich getrennt waren, wird das Gebäude nun gemeinschaftlich genutzt. Dringend notwendig sind die Umbauten gewesen, so Herrmann Horndasch. Die letzten Arbeiten lagen bereits 40 Jahre zurück. Fenster und Türen waren marode und dringend sanierungsbedürftig.

Finanziert wurde das rund 410.000 Euro teure Projekt von der Landeskirche, mit einem Anteil von 90.000 Euro und der Kirchengemeinde Buch am Wald, die den Rest der Summe stemmte. Außerdem waren die Gemeindemitglieder mit über 2200 Stunden Eigenanteil am Projekt beteiligt. Die Umsetzung ist weitgehend nach Plan verlaufen, so Herrmann Horndasch, wobei aufgrund gesetzlicher Vorgaben noch zwei weitere Fluchttreppen nachträglich angebracht werden muss­ten. Eine Sache stelle jedoch noch immer ein großes Problem dar.

Kirche und Kommune profitieren

"Im Gegensatz zu früher können wir das Internet jetzt zwar nutzen", erklärt der Gemeindepfarrer, "jedoch ist es immer noch viel zu langsam, um wirklich damit arbeiten zu können. Da müsste hier in Buch am Wald dringend etwas getan werden." Vom Ergebnis der Umbauten profitieren nun Kirche und Kommune. Im großen Gemeinschaftssaal finden sowohl Veranstaltungen, öffentliche Sitzungen, als auch Trauungen statt.

Im ersten Stock proben Kirchenchor, Schützenkapelle und andere kirchliche Gruppen. Außerdem stehen Räumlichkeiten für die Krabbelgruppe und den Kindergottesdienst zur Verfügung, welche mit einer Fußbodenheizung für die Kleinen ausgestattet wurde. Auch die Archive von Kirchengemeinde und Kommune sind nun im ersten Stock untergebracht. Im alten Gebäude mussten diese im Dachboden gelagert werden. 

Rund vier Jahre Planung

"Im Winter hatte es da oben Minusgrade, da war es schon sehr unangenehm etwas aus den Archiven zu holen", erzählt Pfarrer Herrmann Horndasch. Außerdem stellt der Umbau die Barrierefreiheit im Gebäude sicher. Durch eine Rampe und einen Aufzug sind sämtliche Gebäude im Untergeschoss für Menschen mit Behinderung nun zugänglich gemacht worden. Nach rund vier Jahren Planung und Baumaßnahmen konnte das Gemeindehaus in Buch am Wald kürzlich eingeweiht werden.

Nach dem Gottesdienst in der St. Wendel Kirche fand die Einweihungshandlung im Gemeindehaus mit zirka 350 Gästen, Bürgermeister Friedrich Priester sowie Vertreter der Kirche und der Vereine statt.

"Es ist wichtig den Menschen ein Zentrum zu geben", sagt Herrmann Horndasch. Damit wird das Gemeindehaus eine Anlaufstelle für alle Anliegen der Gemeindemitglieder.

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