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Neuer Studiengang für Rothenburg: Wer verdient Lorbeeren?

OB gefällt nicht, dass die CSU den guten Ausgang für sich reklamiert - 29.06.2015 10:55 Uhr

Einer der Fürsprecher für den Campus: Innenminister Joachim Herrmann. © sis/gr


Und andere, die an vorderster Front gekämpft haben für die Außenstelle der Hochschule Ansbach, sehen inzwischen die Gefahr, irgendwo unter ferner liefen eingereiht zu werden. In der jüngsten Stadtratssitzung gab es einhellige Freude quer durch alle Fraktion über den Beschluss des bayerischen Kabinetts, in Rothenburg den Studiengang „Interkulturelles Management“ anzusiedeln.

Die Entscheidung wurde, verbunden mit großem Dank, von den Sprechern der fünf Gruppierungen als wichtiger Schritt und als Strukturhilfe von unschätzbarem Wert gelobt. Auch Oberbürgermeister Walter Hartl stimmte mit ein. Allerdings nicht ohne seine Verwunderung darüber zu zeigen, wie diese Erfolgsmeldung aus der Landeshauptstadt, für die bis zur Stadtratssitzung noch immer kein offizielles Schreiben im Rathaus vorlag, instrumentalisiert wird.

Ja, man müsse aufgrund der Berichterstattung der letzten Tage fast den Eindruck haben, der CSU-Ortsverband habe die Entscheidung alleine durchgeboxt, meinte der Oberbürgermeister. Dabei habe er selbst den Campus Rothenburg vor drei Jahren initiert und das Anliegen dann mit einem Netzwerk von Unterstützern einschließlich der Union vor Ort auf breite Beine gestellt. Wenn’s nichts geworden wäre, hätte man ja auch die Prügel dafür einstecken müssen, sagte Fraktionsvorsitzender Dr. Wolfgang Scheurer und verwies ausdrücklich auf ein Schreiben (datiert auf den 23. Juni) von Minister Ludwig Spaenle an den Ortsverband der Union.

Beschluss einstimmig befürwortet

Dass der Durchbruch jetzt im zweiten Anlauf und schließlich nicht zuletzt durch eigene Bemühungen auf politischem Weg erreicht wurde, freue die Rothenburger CSU besonders. Im Stadtrat lag, nach kontroversen Diskussionen und schließlich einem positiven Signal aus dem nichtöffentlichen Teil der Sitzung vom Mai, die Empfehlung auf dem Tisch, den für die Stiftungsprofessur noch fehlenden Betrag aus städtischer Kasse zu übernehmen.

Der Beschluss erging jetzt einstimmig befürwortend. Insgesamt wird hier mit Kosten von rund 125.000 Euro pro Jahr auf die Dauer von fünf Jahren gerechnet. 65.000 Euro davon sind – ebenfalls auf fünf Jahre gesehen – bislang durch Sponsoren- und Unterstützergelder gedeckt. Erklärtes Ziel müsse es sein, den von anderer Seite erbrachten Anteil noch entsprechend auszubauen, unterstreicht der Oberbürgermeister. Schließlich hat die Stadt mit der Sanierung der Luitpoldschule (wo die Uni-Außenstelle untergebracht werden soll) schon eine Riesenaufgabe zu stemmen. Am Dienstag, 30. Juni, sind die Unterstützer um 17 Uhr zum Dankes-Treff ins Festzelt gebeten und anschließend zum Gruppenfoto ans Luit­poldschulhaus.

Monika Götz

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