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OB-Wahl 2020 in Rothenburg: Erster Kandidat steht fest

Kleinste Stadt mit OB-Wahl - 24 Stimmen für den Stadtrat - 27.09.2019 12:27 Uhr

Knapp 50 Prozent der stimmberechtigten Rothenburger gingen bei der letzten Kommunalwahl 2014 wählen. © Julian Stratenschulte, dpa


Bayernweit finden am Sonntag, dem 15. März 2020, die nächsten Kommunalwahlen statt. In Rothenburg, der kleinsten "Großen Kreisstadt" Bayerns, wird neben den 24 Stadtratsmitgliedern auch der Oberbürgermeister gewählt. Andere Städte mit doppelt so vielen Einwohnern haben dieses Privileg nicht und wählen stattdessen einen Ersten Bürgermeister.

Der bisherige OB Walter Hartl (parteilos) will 2020 nicht nochmals antreten. Dafür hat jetzt die SPD ihren Kandidaten bekannt gegeben: Der Vorstand hat Harry Scheuenstuhl vorgeschlagen, der drei Amtsperioden lang Bürgermeister von Wilhermsdorf (Landkreis Fürth) war. 2013 wechselte er dann in den Bayerischen Landtag, dem er bis 2018 angehörte. Am 17. Oktober stimmt die Partei über die Nominierung ab.

Sollte in der ersten Wahlrunde keiner der Bewerber eine absolute Mehrheit erzielen, kommt es zu einer Stichwahl. Dann steht das Ergebnis in der Regel zwei Wochen nach dem ersten Wahlgang fest.

Die Ergebnisse der letzten Kommunalwahl

Seit 1336 gibt es das Amt des Bürgermeisters in Rothenburg. Walter Hartl hat es seit 2006 inne und wurde 2012 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Die Bestätigung im Amt galt gleich für acht statt sechs Jahre, um den Rhythmus an den der Stadtratswahlen anzupassen.

Zwei Jahre später entschied sich die Zusammensetzung des aktuellen Stadtrats: Bei den Kommunalwahlen 2014 kamen CSU und SPD beide auf sechs Sitze, die Freie Rothenburger Vereinigung (FRV) erlangte fünf und die Wählervereinigung Unabhängige Rothenburger (UR) vier. Insgesamt drei Stühle gingen an die Grünen. Verglichen zur vorigen Wahl verlor die SPD damit zwei Sitze, die Grünen und die UR gewannen je einen.

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Über 20 Jahre im Amt: Diese Bürgermeister aus der Region haben es geschafft

Wer als Bürgermeister in Bayern gewählt wird, der kann sich fast unendlich oft wiederwählen lassen. Allerdings gibt es eine Altersgrenze: An dem Tag, an dem die Amtszeit beginnt, darf der Gewählte nicht älter als 67 Jahre sein. Da davor aber genug Zeit bleibt, gibt es in der Region einige Bürgermeister die sehr lange in ihrem Amt waren.


Bei der Stadtratswahl ist das Ausfüllen des Stimmzettels nicht eben einfach. 24 Stimmen dürfen die Einwohner Rothenburgs verteilen, entsprechend der Mitgliederzahl im Gremium. Bei der Kreistagswahl, für die landkreisweit Stimmen abgegeben werden dürfen, sind es sogar 70. Diese Stimmen lassen sich panaschieren und kumulieren, also mehrfach auf einzelne Kandidaten oder auch auf verschiedene Listen verteilen.

Außerdem kommt bei der anstehenden Wahl in Bayern erstmals das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren zum Einsatz. Es soll eine gerechtere Umrechnung der Stimmergebnisse in Mandate ermöglichen, da es weder große noch kleine Parteien bevorzugt. Den Wechsel zum neuen Verfahren hat der bayerische Landtag 2018 beschlossen. Zur Bundestagswahl wird es bereits seit 2008 genutzt.

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