Freitag, 06.12.2019

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Paradies für Kulinariker: Genießer-Spaziergang in Tauberzell

Podium für regionale und erstklassige Lebensmittel sorgt für Andrang - 09.03.2016 16:27 Uhr

Im Kochshow-Zelt drehte sich alles um sogenanntes Slow-Food. © ww


Damit wurde zwar das Aufkommen vom letzten Jahr nicht ganz erreicht. Das Wetter hätte diesmal durchaus besser sein können. Dennoch zeigt sich Christian Mittermeier als Sprecher der „Tauberhasen“ recht zufrieden: „Für uns war das mehr als ok.“

Slow-Food im Mittelpunkt

Zusammen mit seinen Kollegen Lars Zwick aus Tauberzell („Zum Falken“) und Jürgen Koch aus Weikersheim („Laurentius“) hat der Rothenburger Gastronom (Hotel Mittermeier) als Erzeuger von Mostricht, Honig, TraubenHasi, Secco und Wein 2002 aus der Taufe gehoben, um in Tauberzell ein Podium für regional erzeugte und handwerklich erstklassige Lebensmittel zu schaffen. In den vier Jahren hat sich der Genießer-Spaziergang zwischen den Scheunen des Weinorts Tauberzell zu einem gefragten Treff für Kenner, Kulinariker und Freunde nachhaltiger Erzeugnisse entwickelt.

Den Besuchern winkten nicht nur Kostproben, sondern auch Tipps für eine perfekte Zubereitung. © ww


Nach seinem Eindruck gehörten in diesem Jahr viele, die qualitätvolles Besonderes schätzen und dafür auch bereit sind, etwas auszugeben, zum Publikum, betont Christian Mittermeier. Insgesamt rund 35 Aussteller haben sich beim fünften Genießerspaziergang auf die verschiedenen Bereiche zwischen Hirtenscheune, Weinberg und dem westlichem Ende des Dorfes verteilt. Bezeichnungen wie „Dorfplatz der Genüsse“, „Bierhöfle“, „Schmankerl-Gasse“, „Süße Ecke“, „Genießerscheune“ und „Lebenslust & Rebensaft“ schmücken die verschiedenen Schauplätze. Besonders auch das „Kochshow-Zelt“ gehört zu den Attraktionen. Dort hat „Slow-Food“ seinen Auftritt. Die Initiative steht für Produkte mit authentischem Charakter, die regional und saisonal sind, auf traditionelle oder ursprüngliche Weise hergestellt und genossen werden.

Besucher reisen extra an

Unter dem Motto „Hasi und seine Freunde“ sind dort Sterneköche zugange und zaubern bei Vorführungen Leckeres. Selbstverständlich geht das Publikum dabei nicht leer aus und darf sich Kostproben holen. Der Andrang ist groß im Zelt und Fernsehkameras sind mit von der Partie.

Stark Verbindendes habe den fünften Genießerspaziergang in Tauberzell gekennzeichnet, stellt Christian Mittermeier fest. Erzeuger und Verbraucher seien zusammengekommen, Stadt und Land, Bayern und Baden-Württemberg und auch Menschen aus zwölf Nationen allein in der Mitarbeiterschar der Veranstaltung.

Und 2017? Da werde es auf jeden Fall wieder einen Genießer-Spaziergang geben in Tauberzell: „Es bleibt dabei“. Schon weil Bürgermeister Johannes Schneider und die Dorfbevölkerung diese Veranstaltung inzwischen nicht mehr missen möchten. Der Besucherandrang Anfang März ist längst Teil eines neuen Tauberzeller Selbstverständnisses. Früher mussten die Bewohner für Besorgungen in die Stadt fahren. Jetzt kommen die Leute von weither, um sich im kleinen, feinen Weinort mit Spezialitäten einzudecken.

ww

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