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Dienstag, 22.09.2020

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Paten für Orgelpfeifen gesucht

Kirchengemeinde bittet um Spenden für neue Truhenorgel in St. Jakob - 25.07.2014 13:51 Uhr

Die neue Truhenorgel an ihrer malerischen Wirkungsstätte in der Jakobskirche.

© Friedrich


Die Kirchengemeinde St. Jakob hat kürzlich für die Musikempore der St.-Jakobs-Kirche eine neue Truhenorgel angeschafft. Das Instrument, das über drei Register und damit über 162 klingende Pfeifen verfügt, wiegt etwa 150 Kilogramm. Es ist das Meisterstück von Orgelbaumeister Dominik Friedrich aus Oberasbach, der auch die anderen Orgeln in Rothenburg betreut.

Die Anschaffung einer Truhenorgel wurde vom Kirchenvorstand von St. Jakob beschlossen, da für alle oratorischen Aufführungen und andere kirchenmusikalische Veranstaltungen immer eine Orgel für die Musikempore gemietet und an- und abtransportiert werden musste.

Der Spieltisch der Hauptorgel ist zu weit weg vom Geschehen, sodass für solche Konzerte die große Rieger-Orgel nicht zum Einsatz kommen kann, da ein genaues Zusammenspiel von Chor, Orchester und Orgel so nicht möglich ist. Neben den entstehenden Gebühren ist auch der Transport einer 150 Kilogramm schweren Leihorgel für die vier Träger eine enorme körperliche Herausforderung.

Kirchengemeinde muss Kosten tragen

Orgel-Innenleben: Für die Pfeifen kann man Pate werden.

© Friedrich


Das klangschöne neue Instrument, das auf der Musikempore von St. Jakob verbleibt, wurde im Rahmen des Gemeindefestes von Orgelbauer Dominik Friedrich und von Kirchenmusikdirektor Ulrich Knörr vorgestellt. Die Finanzierung der circa 37.000 Euro teuren Orgel muss von der Kirchengemeinde allein bewältigt werden. Für die Anschaffung von Orgeln gibt es keine landeskirchlichen Zuschüsse. Die Kirchengemeinde entschied sich dafür, um Spenden für das neue Instrument zu bitten.

Kirchenvorsteher Thomas Glück brachte schließlich die Idee der Orgelpfeifenpatenschaften in die Überlegungen zur Gewinnung von Spenden ein. Eine Informationstafel im Eingangsbereich der St.-Jakobs-Kirche und ein Handzettel, der in der Kirche ausliegt, informieren über diese Spendenmöglichkeit.

Zu jeder Taste der Orgel gehört bei jedem der drei Register jeweils eine Pfeife. Der mögliche Pate kann sich einen Lieblingston (also eine Pfeife) auswählen und diesen dann einem Register seiner Wahl zuordnen. Die preisliche Staffelung hängt mit der Pfeifenlänge der jeweiligen Register zusammen. Spendenquittung und Orgelpfeifenpatenurkunde können vom Pfarramt ausgestellt werden.

Schon heute erklingt die neue Truhenorgel wieder im Rahmen der Kirchenmusikwoche 2014 „St. Jakob klingt“. Beim „Sommerlichen Musizieren“ mit Werken von Franz Vollrath Buttstett heute Abend um 19 Uhr in St. Jakob, lädt Kirchenmusikdirektor Ulrich Knörr dazu ein, „dem schönen und vollen Klang des Instruments zu lauschen und sich daran von Herzen zu erfreuen“.

Fränkischer Anzeiger

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