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Sonntag, 25.10.2020

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Tödlicher Unfall bei Rothenburg: Fahrer bedrohte seine Frau

Nach einem Streit lenkte der Mann den Wagen in den Gegenverkehr - 22.09.2020 10:04 Uhr

Am Montag gegen 21.30 Uhr stießen kurz nach dem Kreisverkehr an der Ortsausfahrt Rothenburg ob der Tauber in Fahrtrichtung Neusitz zwei Pkw zusammen. Wie ein Zeuge der Polizei berichtete, war ein aus Richtung Rothenburg kommender Ford unvermittelt auf die Gegenfahrbahn gezogen und dort mit einem BMW frontal zusammengestoßen. Aufgrund der Wucht des Aufpralls wurden beide Pkw in den Straßengraben geschleudert. Durch den Aufprall wurden die Fahrzeuge komplett zerstört.

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Beziehungsdrama bei Rothenburg: Tödlicher Verkehrsunfall

Nach einem Beziehungsstreit am Montagabend kollidierten auf der Staatsstraße 2250 zwischen Rothenburg ob der Tauber und Neusitz zwei Pkw frontal. Die zwei Insassen des einen Wagens verletzten sich mittelschwer, der Fahrer des anderen Autos erlag seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle.


Der mutmaßliche Unfallverursacher verstarb noch an der Unfallstelle. Die Polizei berichtet, dass der Mann zum Zeitpunkt des Unfalls möglicherweise keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Die Insassen des BMW wurden durch den Zusammenstoß schwerer verletzt und mussten in einem nahe gelegenen Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Die Einsatzkräfte sperrten für die Zeit der Unfallaufnahme die Staatstraße komplett.


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Zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme war der Grund für den unvermittelten Zusammenstoß der Fahrzeuge völlig unklar. In derselben Nacht wurde in einem nahe gelegenen Klinikum eine schwer verletzte Frau aufgenommen. Die Polizei berichtet, dass es sich hierbei um die Ehefrau des beim Verkehrsunfall verstorbenen Fahrers handelte. Sie gab an, dass sie kurz vor dem Zusammenstoß aus dem fahrenden Pkw ihres Mannes gesprungen sei. Dieser habe sie mit dem Tode bedroht. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen steuerte der 43-Jährige sein Fahrzeug wenige Augenblicke, nachdem seine Frau aus dem Wagen gesprungen war, in den entgegenkommenden BMW.

Die Polizei geht daher von einem absichtlich herbeigeführten Zusammenstoß aus. Die Kriminalpolizei Ansbach hat nun Ermittlungen wegen möglicher versuchter Tötungsdelikte aufgenommen.


Anmerkung der Redaktion: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen und Suizidversuche, außer sie erfahren durch die gegebenen Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie 24 Stunden am Tag Hilfe und Beratung.

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