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Vier Bauvorhaben: Bauausschuss stimmt im Rathaus ab

Ertragreiche "Rundreise" - Mit Banner und Fahnen werben - 15.06.2016 14:19 Uhr

Auf dem Korn-Areal an der Würzburger Straße möchte sich die Drogeriekette Müller in einen neu zu errichtenden, 1000 Quadratmeter großen Komplex, einmieten.

15.06.2016 © ww


Einstimmig verweigert hat der Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen für ein (weiteres) Wohnhaus, das ein Antragsteller am südlichen Ortsrand von Detwang gegenüber der Ludleinsmühle am Hang errichten möchte. Die Fläche liegt im Außenbereich, ist nicht nur als Standort für Hecken und Feldgehölze ausgewiesen, sondern auch noch biotopkartiert. Das heißt, es dürfte hier überhaupt nichts passieren, was auch nur zu einer kleinen Beeinträchtigung führen könnte.

Die Verwaltung hatte angesichts der Situation vorgeschlagen, den Antrag abzulehnen. Hermann Schönborn (UR) hatte beantragt, die Entscheidung zurückzustellen. Das wurde aber mit acht zu zwei Stimmen abgelehnt. Im Hinblick auf die Situation in Detwang soll vom Bauamt im Rahmen einer Vorprüfung geklärt werden, wo im Detwanger Außenbereich überhaupt gebaut werden könnte. Standorte müssten einer Abwägung bis hin zu vorhandenen Ausgleichsflächen standhalten, wie es bei einem Bebauungsplanverfahren gefordert wäre.

Regierung von Mittelfranken hat entscheidendes Wort

Die Anregung, grundsätzlich in dieser Richtung vorzufühlen, kam von Bürgermeister Kurt Förster (SPD), der in Vertretung von Oberbürgermeister Walter Hartl die Sitzung geleitet hat. Gegen zwei Stimmen ist in Sachen Sondergebiet Nord der befürwortende Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat ergangen, den Bebauungsplan XVI vorhabenbezogen zu modifizieren. Auf dem Korn-Areal an der Würzburger Straße, wo mit "Norma" und "Rewe" bereits seit längerem ein Marktbereich vorhanden ist, möchte sich die Drogeriekette Müller in einen neu zu errichtenden, 1000 Quadratmeter großen Komplex mit 200 Quadratmeter Verkaufsfläche für Spielwaren einmieten.

Gegenstimmen kamen von Dieter Seiferlein (Bündnisgrüne) und Dieter Schulz (CSU). Ja zur Garage Mit dem ins Auge gefassten Projekt verbinden sich Änderungen im Zufahrtsbereich (Wendehammer am Eingang) sowie bei den Parkplätzen. Über grundsätzliche Punkte wie Innenstadtverträglichkeit sei mit dem Signal an den Stadtrat noch nicht entschieden, wurde im Bauausschuss unterstrichen. Hier spricht die Regierung von Mittelfranken noch ein entscheidendes Wort mit.

Schuppen auf Gartengrundstück genehmigt

Nach kontroverser Diskussion hat das Gremium entschieden, ein kleines Bauvorhaben an der Sterngasse zu genehmigen, das einem Anlieger dort als Voraussetzung für zeitgemäßes Wohnen und Leben in der Altstadt wichtig ist. Auf einem bestehenden Gartengrundstück direkt an der Mauer möchte er einen Schuppen errichten, um dort sein Auto abstellen zu können. Landesamt für Denkmalpflege und Stadtheimatpfleger sprechen sich gegen das Vorhaben aus. Bauordnungsrechtliche Gesichtspunkte sind nicht berührt und die Baugestaltungssatzung wird eingehalten.

Für das Vorhaben stimmten im Bauausschuss sechs Mitglieder, vier dagegen (von der SPD Dr. Günther Strobl, von den Bündnisgrünen Dieter Seiferlein, von der FRV Brigitte Klingler und Dr. Karl-Heinz Schneider). Einmütig hat der Bauausschuss für einen rückwärtigen Bereich in der Unteren Schmiedgasse den Antrag auf Abweichung von den Bestimmungen der Baugestaltungssatzung befürwortet. Dort geht es um einen Holzschuppen mit Flachdach, der allerdings vom öffentlichen Verkehrsraum nicht einsehbar ist. Auch mit werbenden Mitteln hatte sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung zu befassen.

Keine partikulare wirtschaftliche Werbung

Einstimmig genehmigte er das Aufstellen einer Werbefigur an einem Anwesen in der Spitalgasse. Außerdem ging es um ein Streifenbanner an der Ratstrinkstube und um Fahnen am Reichsstadtmuseum, an der Reichsstadthalle und an der Mehrzweckhalle. Sie sollen an besagten Stellen "im Rahmen einer übergeordneten Themenausrichtung" für Rothenburg auf die jeweiligen Ausstellungen "Renaissance und Reformation" in Reichsstadtmuseum und Kriminalmuseum aufmerksam machen.

Nicht wirtschaftlich In diesem Zusammenhang handle es sich ganz ausdrücklich nicht um partikulare wirtschaftliche Werbung, für die im Altstadtbereich ganz strikte Beschränkungen gelten, unterstreicht Oberrechtsrat Michael Sommerkorn. Ohne Gegenstimme hat das Gremium Arbeiten vergeben für den weiteren barrierefreien Umbau des Verwaltungsgebäudes Grüner Markt 1, für die Generalsanierung und Erweiterung der Grundschule am Topplerweg und schließlich auch für den Umbau des Spitalgebäudes zum Schülerwohnheim.

Es geht also weiter zügig voran in Rothenburg bei der Umsetzung von Projekten im Schwerpunktjahr 2016.

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