Rückblick: Neonazi-Morde in Bayern

15.11.2011, 21:26 Uhr
Die Bombe detonierte gegen 22.20 Uhr in einem Papierkorb am Haupteingang der Wiesn.
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26. September 1980, Bombenanschlag in München: Bei dem Attentat des Rechtsextremisten Gundolf Köhler auf das Oktoberfest sterben 13 Menschen – darunter auch Köhler. © dpa

FOTO: Polizeifoto / dpa;  MOTIV: Der 21-jährige Geologiestudent Dundolf Köhler aus Donaueschingen steht unter dringendem Verdacht, den Sprengstoffanschlag auf dem Münchner Oktoberfest verübt zu haben. Der Waffennarr soll Kontakt zur rechten Wehrsportgruppe Hoffmann gehabt haben.
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Außerdem werden über 200 Menschen teils schwer verletzt, als die Bombe des Geologiestudenten in einem Papierkorb am Haupteingang der Wiesn detoniert. © Polizeifoto/dpa

Der 21-jährige Geologiestudent Dundolf Köhler aus Donaueschingen steht unter dringendem Verdacht, den Sprengstoffanschlag auf dem Münchner Oktoberfest verübt zu haben. Der Waffennarr soll Kontakt zur rechten Wehrsportgruppe Hoffmann gehabt haben. Hier: Fotomontage des Landeskriminalamtes  - So könnte Köhler zum Oktoberfest gegangen sein: In der einen Hand ein Köfferchen, in der anderen eine Plastiktüte. Daneben eine englische Werfergranate.
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Die Polizei vermutet: So könnte Köhler zum Oktoberfest gegangen sein. In der einen Hand ein Köfferchen, in der anderen eine Plastiktüte. Köhler war als Waffennarr bekannt, hatte Kontakt zur rechtsextremen Szene - so etwa zur Wehrsportgruppe Hoffmann. © Polizeifoto/dpa

Foto: Phantombild  Motiv: Mordfall Shlomo Lewin / Frida Poeschke, Erlangen 1980  NN 10.01.1981
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Drei Monate später, am 19. Dezember 1980, folgte eine regelrechte Hinrichtung in Erlangen: Der jüdische Verleger Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke werden in ihrem Haus an der Ebrardstraße von einem Mann mit mehreren Pistolenschüssen getötet. Die Polizei fahndet nach diesem Mann ... © NN

Foto: Günther B. Kögler Motiv: Mordfall Shlomo Lewin / Frida Poeschke, Erlangen 1980 - Brillenaktion der Sonderkommission des Landeskriminalamtes - Brille wurde am Tatort gefunden NN 26.01.1981
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...doch der Mörder wird nicht gefasst. In Verdacht gerät Uwe B., ein Mitglied der verbotenen rechtsextremistischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Weil am Tatort ... © Günther B.

Die im Doppelmordfall Lewin / Poeschke am Tatort gefundene Damenbrille. Foto: Polizei. Veröff. in den NN am 24.01.1981 und am 21.05.1981
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...diese Damenbrille gefunden wurde, startet die Sonderkommission des Landeskriminalamtes eine große "Brillensuchaktion". Wie sich später herausstellte, gehörte das Modell Franziska Birkmann, Lebensgefährtin von Karl Heinz Hoffmann. © Polizei

Foto: Phantombild  Motiv: Mordfall Shlomo Lewin / Frida Poeschke, Erlangen 1980  NN 10.01.1981
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Zu einer Verurteilung von Uwe B. kam es jedoch nie, da der mutmaßliche Täter in den Libanon floh und dort später Selbstmord beging. Er soll ...

FOTO: NN / Rainer Fechter, 12.9.1984. MOTIV: Wehrsportgruppe Hoffmann. Karl-Heinz Hoffmann, Führer der ehemaligen Wehrsportgruppe Hoffmann spricht vor / während seines Prozesses in Nürnberg mit Journalisten. Er erhiet 1986 eine Freiheitsstrafe von neuneinhalb Jahren wegen Freiheitsberaubung, Nötigung un illegalen Waffenbesitzes.
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... Karl-Heinz Hoffmann (hier bei einem Prozess in Nürnberg mit Journalisten) die Tat gestanden haben. Hoffmann konnte nicht nachgewiesen werden, mit dem Mord in Verbindung zu stehen. 1986 erhielt er wegen anderer Delikte eine Freiheitsstrafe von neuneinhalb Jahren wegen Freiheitsberaubung, Nötigung und illegalen Waffenbesitzes. © NN

Motiv: Tatort - Amoklauf von Helmut Oxner in der Nürnberger Innenstadt / Königstraße - Ausländerfeindlichkeit - 3 Tote, 3 Verletzte. Oxner erschoss sich selbst. Rechtsextremistischer Hintergrund. NN v. 28.6.1982  - Foto: NN-Archiv - alle Originalbilder verschwunden!
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25. Juni 1982, ein schrecklicher Amoklauf in Nürnberg: Der Neonazi Helmut Oxner erschießt in einer Disko in der Innenstadt drei Ausländer, drei weitere Menschen werden schwer verletzt. © NN-Archiv

Nürnberg, 1982, Achtziger Jahre, 1980er, Neonazi Helmut Oxner erschießt drei Ausländer. Foto: Vrbata.
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Oxner war zum Tatzeitpunkt 26 Jahre alt, von Beruf Dachdecker im Geschäft der Eltern. Er ging nachts in die Diskothek "Twenty Five", in der gewöhnlich auch viele Farbige anzutreffen waren und schoss mit einem großkalibrigen Smith & Wesson-Revolver scheinbar wahllos auf die Menschenmenge ... © Vrbata

Motiv: Tatort - Amoklauf von Helmut Oxner in der Nürnberger Innenstadt / Königstraße - Ausländerfeindlichkeit - 3 Tote, 3 Verletzte. Oxner erschoss sich selbst. Rechtsextremistischer Hintergrund. NN v. 28.6.1982  - Foto: NN-Archiv - alle Originalbilder verschwunden!
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Anschließend verlor er zwar im Tumult den Revolver, doch er zog aus einer Tasche eine weitere Waffe und feuerte weiter. Schließlich ... © NN-Archiv

... wird er von einer Polizeikugel getroffen. Zuvor, so berichtet der
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... wird er von einer Polizeikugel getroffen. Zuvor, so berichtet der "Spiegel", soll er gerufen haben, er schieße "nur auf Türken". © NN-Archiv

Nürnberg, 1982, Achtziger Jahre, 1980er, Neonazi Helmut Oxner erschießt drei Ausländer. Foto: Vrbata. Pistolen.
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Am Ende richtet sich Oxner selbst, er schießt sich in Herz und Lunge. Unser Foto zeigt die Tatwaffen. © Vrbata