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Schrott-Autos, gestrandete Pendler: So traf der Sturm Franken

In der Region wütete Unwetter gehörig - es gab aber keine Verletzten - 04.03.2019 21:32 Uhr

Auch in der Volckamerstraße in Nürnberg hat der Sturm Schäden hinterlassen: Ein entwurzelter Baum krachte hier auf einen geparkten Wagen. Verletzt wurde niemand. © NEWS5 / Friedrich


Ab den Morgenstunden des Rosenmontags wurde es auf Bayerns Straßen ungemütlich. Vor allem zwischen Greding und Nürnberg wurden immer wieder abgerissene Äste auf die Autos geweht, Windböen von bis zu 100 Stundenkilometer machten die Autofahrt ungemütlich.  Über den Tag verteilt sorgten umgeknickte Bäume für viel Frust bei den Pendlern – so wurde die S2 Richtung Altdorf zeitweise komplett lahmgelegt. Ein Baum war hier auf die Gleise gefallen, die Bahn richtete für die Pendler einen Schienenersatzverkehr ein.

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Entwurzelte Bäume, demolierte Autos: Sturmtief wütete in Franken

Bis 20.30 Uhr zählte die Einsatzzentrale der Polizei Mittelfranken ganze 223 Einsätze, die das Sturmtief "Bennet" ausgelöst hatte. Meist rückten die Helfer wegen Bäumen aus, die umgestürzt waren oder umzukippen drohten. Autos und Hausfassaden wurden von ihnen getroffen. Personenschaden gab es aber zum Glück in der ganzen Region keinen.


Ähnlich viel Geduld brauchten die Reisenden für den Weg nach Ansbach: Hier sorgten sogar zwei Bäume auf Oberleitungen und Gleisen für einen Totalausfall des Zugverkehrs. Weitere Beeinträchtigungen gab es bei den Verbindungen nach Treuchtlingen, Bamberg und Aschaffenburg. Auch die Strecke zwischen Vach und dem Fürther Hauptbahnhof war betroffen: Hier mussten die Pendler zwischen Erlangen und Fürth in Ersatzbusse steigen.

Autotüren abgerissen

In Oberfranken sei die Situation relativ entspannt gewesen, teilt das Präsidium dort mit. Zwar verzeichneten sie 65 Einsätze bis zum Abend, es handelte sich aber "um nichts Dramatisches", wie ein Sprecher beruhigte. Hauptsächlich seien Verkehrszeichen umgefallen, eine Ampel habe gewackelt. Besonders ärgerlich für gleich mehrere Autofahrer waren aber fünf Zwischenfälle, bei denen sie die Tür ihrer Wagen geöffnet haben und der Wind diese schlichtweg abgerissen hatte. Sie hatten teilweise weitere Fahrzeuge demoliert.

In Nürnberg war es weit mehr als eine Autotür, die auf einem anderen Wagen landete: Hier krachte ein entwurzelter Baum auf das Dach eines geparkten Fiats. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Gegen 20 Uhr verursachte ein umgestürzter Baum, der quer über der Fahrbahn lag, einen längeren Stau auf der Regensburger Straße, kurz vor der Auffahrt auf die A9 bei Fischbach. Ansonsten rückten die Beamten bis 20.30 Uhr insgesamt 223 mal aus. Allein in der Kleeblattstadt begab sich die Feuerwehr 13 Mal zu einem Einsatz, meist wegen Bäumen, die umgestürzt waren oder umzukippen drohten. Auch in Mittelfranken gab es "zum Glück keinen Personenschaden", wie die Leitstelle verkündete.

Fasching kaum betroffen

Seit den Mittagsstunden machte sich "Bennet" auch in der Oberpfalz bemerkbar: Über 20 Einsätze beschäftigen insbesondere Polizei und Feuerwehr quer durch den Regierungsbezirk bis zum Nachmittag. Verletzte gab es keine. Auch hier waren umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste, die Fahrbahnen blockierten, Auslöser. "Offensichtlich haben die schweren Schneelasten der vergangenen Wochen viele Bäume derart vorgeschädigt, dass diese nun aufgrund der starken Windböen ganz umstürzen oder große Äste abbrechen", sagte Polizeihauptkommissar Albert Brück. 

Die feiernden Faschingsfreunde konnten zum Großteil an den ganzen Rosenmontags-Umzügen teilnehmen. Lediglich eine Veranstaltung in Hallstadt wurde vorsorglich abgesagt, mancherorts wurde das Programm etwas ausgedünnt.

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"Helau" in Nürnberg: Kinderfaschingszug schlängelt sich durch Altstadt

Das Wetter hätte besser seien können, doch doch das tat der Stimmung unter der kleinen Faschings-Fans keinen Abbruch: In Scharren zog der Nachwuchs am Rosenmontag beim Kinderfaschingszug durch die Nürnberger Innenstadt. Mit Trommelklängen begleitet sorgten kleine Gespenster, bunte Fantasiefiguren und das junge Prinzenpaar für gute Laune, die zahlreichen Besucher applaudierten begeistert.


 

Marina Hochholzner

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