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5,5 plus 24,5: Das unrunde Jubiläum

Jürgen Spahl arbeitet seit 30 Jahren im Rednitzhembacher Rathaus, wenn auch nicht immer als Bürgermeister. - 05.10.2020 12:00 Uhr

Glückwünsche zum 30-jährigen Rathaus-Jubiläum: Von links 2. Bürgermeister Joschi Leisinger, Jubilar Jürgen Spahl und 3. Bürgermeister Volker Schaffer.

04.10.2020 © Foto: Robert Gerner


Kenner der Szene werden jetzt nachrechnen. Hat der Bürgermeister nicht gerade erst vier Wahlperioden (also 24 Jahre) vollgemacht, befindet er sich nicht "erst" in seinem 25. Amtsjahr? Stimmt schon, aber vor seiner Zeit als Bürgermeister war er ja schon ein paar Jahre der Leiter des hiesigen Bauamts.

Anfrage von der Kollegin

Diesen Posten hatte im Herbst 1990 Monika Vogel inne. Doch sie wollte lieber in die zweite Reihe zurücktreten und fragte einen jungen Kollegen aus Roth, ob er sich nicht vorstellen könne, ihren Job zu übernehmen. Jürgen Spahl war damals Sachgebietsleiter im Rother Bauamt und hat, so sagt er heute, "Rednitzhembach damals zum ersten Mal so richtig wahrgenommen", obwohl die Gemeinde gewissermaßen vor seiner Haustür lag.

Wie dem auch sei. Es gab ein Vorstellungsgespräch und eine Bewerbung, und zum 1. Oktober 1990 trat Jürgen Spahl als Leiter des Bauamts seinen Dienst in Rednitzhembach an. Eingestellt wurde er vom damaligen Bürgermeister Rolf Schultheiß.

Hinterher wird Schultheiß diese Entscheidung sicherlich das eine oder andere Mal bereut haben. Denn ausgerechnet Jürgen Spahl, den er selbst ins Rathaus geholt hatte, forderte ihn knapp sechs Jahre später bei der Kommunalwahl heraus.

Der ewige Bürgermeister

Das End’ vom Lied: Spahl gewann, schickte seinen Vorgänger in den Vorruhestand (den dieser mit dem Aufbau eines Weinhandels aber sehr gut ausfüllte) und ist, so scheint es, inzwischen fast ein ewiger Bürgermeister. Bis 2026 ist der 61-Jährige noch im Dienst. Danach wird man sich wohl oder übel an einen neuen Namen gewöhnen müssen.

Nach Norbert Schenkel ist Jürgen Spahl inzwischen der dienstälteste Mitarbeiter im Rathaus. Er hat schon viele Neue kommen und auch manche Mitarbeiter wieder gehen sehen. Nach seiner Wahl zum Bürgermeister wurde übrigens seine Bauamts-Vorgängerin Monika Vogel auch wieder seine Nachfolgerin.

Bürgermeister-Schmiede

Ansonsten arbeiteten damals in dem roten Klinkerbau an der Rother Straße, in dem früher das Rathaus untergebracht war, noch Leute wie Udo Weingart (Geschäftsleiter), Helmut Dammer (Kämmerer) und Richard Erdmann (Hauptamtsleiter).

Diese drei wurden später ebenfalls Bürgermeister, in Spalt (Weingart), in Mönchsroth (Dammer) und in Roth (Erdmann). Weingart scheint dabei eine Art Spahl-Gen in sich zu tragen. Denn er ist in der Hopfenstadt noch länger Rathauschef (seit 1993) als Jürgen Spahl in Rednitzhembach.

ROBERT GERNER

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