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Ahoi! Rednitzhembacher Kahnfahrt offiziell eröffnet

Fünf Jahre Planung, zwei Monate Bauzeit. Jetzt konnte es wieder losgehen. - 03.06.2020 12:30 Uhr

Nach dem offiziellen Teil stiegen Bürgermeister Jürgen Spahl und die Kahnfahrt-Betreiber Daniela Okrent und Roland „Doc Knotz“ Laschinger gleich einmal in einen der acht Canadier. © Foto: Matthias Hertlein


Ende März hatte der Bagger Einzug gehalten, in Rekordzeit wurden die Umbaumaßnahmen durchgezogen, eben bis zur jetzigen Einweihung. Prompt drehten Gemeindeoberhaupt Jürgen Spahl und Gattin Silke Blomeyer mit ihren Stand-Up-Paddles (Sups) nach dem offiziellen Teil eine Runde auf dem Wasser.

"Es ist eine klasse Gemeinde, wir sind glücklich, dass wir da sind", so Betreiber Roland Laschinger in seinem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte. Humorvoll schilderte er seine erste Bekanntschaft mit dem Bootsverleih 2013. Als er seiner Frau Daniela Okrent die Idee mitteilte, die Kahnfahrt übernehmen zu wollen, meinte die lapidar, dass "Du einen Vollpatscher haben musst".

Doch Laschinger ließ sich nicht mehr bremsen. Eine Gespräch im Rathaus mit Bürgermeister Jürgen Spahl war kurz und fand ein erfolgreiches Ende. Am 3. Mai 2013 war der Deal zwischen der Gemeinde und den Betreibern unter Dach und Fach. Die ursprürnglich schon 1928 gegründete Kahnfahrt konnte wieder eröffnet werden.

Erfolgsgeschichte

Jürgen Spahl ist voll des Lobes über die Betreiber: "Wir waren uns schnell einig, es ist eine Erfolgsstory, es funktioniert." Was Roland Laschinger bestätigte: "Es macht Spaß hier, wir sind hier angekommen." In mehrfacher Hinsicht. Seit 2018 wohnt Laschinger, unter Musikfreunden vor allem als "Doc Knotz" bekannt, auch in Rednitzhembach.

Auf dem Holzdeck, das jetzt als Bootsanlegestelle dient, kann man natürlich auch richtig schön entspannen. © Foto: Matthias Hertlein


Doch zurück zur Kahnfahrt: Nach einer langen Planungsphase von rund fünf Jahren mit "Höhen und Tiefen, wo wir fast schon hingeschmissen hätten" (Spahl), folgte eine sehr schnelle Bauphase. Das Ergebnis sieht man heute. "Das Gegenteil vom künftigen Berliner Flughafen", scherzte Doc Knotz. Und Spahl: "Wenn man hier auf dem Gelände steht, kann man sehen, dass es ein Schmuckstück geworden ist. In einer Idylle, recht idyllischer geht es gar nicht."

 

Hinter dem Projekt gestanden

 

Spahls Dank galt bei der Einweihung allen Entscheidungsträgern und vor allem dem Gemeinderat, "der voll hinter dem Projekt gestanden ist, auch wenn es keine einfache Entscheidung war". Spahl dankte auch Roland Laschinger und Daniela Okrent, dass sie bei der Stange geblieben sind.

Das Projekt kostete eine Viertelmillion Euro, aber es habe sich laut Spahl rentiert. Das Gelände ist von der Gemeinde langfristig gepachtet, der "größte Hembacher Hafen" soll weiterhin seinen Zweck erfüllen. Auch die Hembacher Flotte ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Sie umfasst mittlerweile acht Canadier, fünf Ruderboote, elf Sups, zwei Big Sups und 15 Tretroller. Ein Flyer mit der Aufschrift "Tankstelle des Glücks" weist auf die vielen sportlichen Möglichkeiten hin. Verleih, Kurse, Touren und Geselligkeit rund um den Wassersport vor den Toren Nürnbergs. Dafür wurde vor einigen Jahren mit der "Flotte Finne" auch ein passender Verein gegründet.

Wasser-Erlebnis

Ekkehart Eisenhut, Leader-Kooridinator der Region Mittelfranken, war bei der Einweihung am Pfingstmontag ebenfalls voll des Lobes: "Es ist traumhaft und ein Genuss hier. Wo kann man heute, quasi vor der Haustüre, solch ein Wasser-Erlebnis haben, in der wunderbaren Flusslandschaft unterwegs zu sein. Ich danke allen, die das Projekt unterstützt haben." Dazu zählt neben der Gemeinde und dem Freistaat Bayern auch die Europäische Union über das Leader-Projekt. Das Motto "Bürger gestalten ihre Heimat" treffe hier wirklich zu.

Bei soviel Würdigung durfte auch der Planer nicht fehlen. Für Diplom-Ingenieur Lars Möller sei die Einweihung der krönende Abschluss eines besonderen Projektes, es habe einen Nutzen, der hoffentlich viel Freude bringt, der Spaß macht.

Zu guter Letzt dankte Daniela Okrent den Mitarbeitern Noah, Johannes und Philipp, denn "ohne unsere Jungs könnten wir das hier gar nicht stemmen."

Info: Die Kahnfahrt Rednitzhembach, hat in den Ferien von 10 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet, ansonsten von 14 Uhr bis Sonnenuntergang. Weitere Infos unter www.kahnfahrt-rednitzhembach.de

MATTHIAS HERTLEIN

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