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Montag, 30.11.2020

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„Aktivisten und Sprachrohr in eigener Sache“

Interview mit Reinhold Schleier, dem Sprecher der „Interessensgemeinschaft Dietersdorf e.V.“ - 25.10.2013 08:31 Uhr

Bei der Reaktivierung des Weihers direkt neben dem Festplatz legten die Vorsitzenden der Interessensgemeinschaft Dietersdorf selbst Hand an.

24.10.2013 © Klaus Waldmüller


Diese neue Gruppierung hat sich viel vorgenommen und packt auch bereits tatkräftig bei dem Vorhaben an. Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden und Sprecher der Interessensgemeinschaft Reinhold Schleier:

Was ist das Hauptziel der IG?

Schleier: Wir wollen die dörfliche Gemeinschaft durch Einbeziehung der Interessen der Dietersdorfer fördern.

Wie ist es um diese Gemeinschaft bestellt?

Schleier: In Dietersdorf hat schon immer eine ganz besondere Dorfgemeinschaft bestanden. Diese gewachsene Struktur der Dorfgemeinschaft von Vereinen, Kirche und auch Gewerbe gab es schon immer und ist auch heute noch eine hervorragende Basis bürgerlichen Miteinanders. Dietersdorf ist zwar der nordwestlichste Stadtteil von Schwabach und als deren Bürger verstehen wir uns auch, doch aufgrund der räumlichen Distanz zum Stadtgebiet gerät dieser Ortsteil sehr leicht in Vergessenheit. Beispiele aus der Vergangenheit gibt es ja genügend.

Doch wir wollen in die Zukunft blicken und in unsere Dorfgemeinschaft sowie in die dörfliche Infrastruktur investieren. Dazu brauchen wir Ansprechpartner, welche die Dorfinteressen gegenüber der Stadt Schwabach und deren Behörden vertreten.

Tritt die Interessensgemeinschaft somit nicht in Konkurrenz zu den Vereinen auf?

Schleier: Nein, ganz im Gegenteil! Die Interessensgemeinschaft bündelt die Interessen aller. Wir sind Sprachrohr und Aktivisten in eigener Sache. In der Interessensgemeinschaft sind die Vorstände des Obst- und Gartenbauvereins, des Feuerwehrvereins, des Dietersdorfer Gewerbes und die evangelische Pfarrerin vertreten. Somit stellen wir eine breite bürgerliche Basis, in der sich alle wiederfinden. Gleichzeitig sind wir selbstlos tätig und verfolgen nicht in erster Linie wirtschaftliche Zwecke.

Wie gehen Sie Ihre Ziele an?

Schleier: An erster Stelle steht die infrastrukturelle Planung und Entwicklung von Dietersdorf. Dazu gehören der Rosa-Mihalka-Platz als lebendige Ortsmitte, der Platz rund um das Feuerwehrhaus mit angrenzendem Festplatz und Weiher sowie die Optimierung der Verkehrssicherheit durch Geh-, Rad- und Buswege bzw. -haltestellen mit Wartehäuschen. Als Vertreter der Interessensgemeinschaft fordern wir nicht nur, sondern legen konkrete Planungen und Machbarkeitsstudien vor und beteiligen uns auch aktiv an der Umsetzung.

Dazu ist aber auch eine Einbindung der Behörden der Stadt Schwabach notwendig. Haben Sie als Interessensgemeinschaft dazu schon eine Idee?

Schleier: Die Umgestaltung des Festplatzes mit dem dazugehörigen Weiher ist eines der Projekte der „Schwabacher Zukunftskonferenz“. Dazu haben wir aus unserer Mitte von Herbert Linhardt eine Gesamtplanung mit 13 Erlebnis- und Gestaltungsräumen rund um die Dietersdorfer Ortsmitte erstellen lassen. Diesen Entwurf haben wir anschließend eingereicht.

Unsere Planungen sind als Themenfeld im Projekt „Neue Freiräume für Schwabach“ aufgenommen. Dort geht es unter anderem um aktive Gestaltung von öffentlichen Räumen. Ein Thema, wie für uns gemacht. Wir hoffen, im Zuge dieser Schwabacher Projektgeschichte die Realisierung unserer Dorfmitte voranzubringen.

Wie geht es jetzt weiter?

Schleier: Aktuell arbeiten wir an dem Weiherprojekt. Der vorhandene, brachliegende Fischweiher neben dem Kirchweihplatz hat bereits viele Arbeitsstunden in Anspruch genommen. Nach der Dammabdichtung zum Zwieselbach hin und der Entschlammung konnten wir an der Dietersdorfer Kirchweih erstmals ein Fischerstechen durchführen. Die Premiere war ein gelungener Auftakt und die Stimmen der Besucher haben uns in den eingeleiteten Projektmaßnahmen und Ideen bestätigt.

Als Interessensgemeinschaft wollen wir die Kommunikation und das Zusammengehörigkeitsgefühl bei uns weiter fördern. Bei dieser Veranstaltung haben wir unsere Ziele erstmals voll erreicht. Dies ist für uns zum einen eine Bestätigung und zum anderen ein Ansporn weiter zu machen.
 

KLAUS WALDMÜLLER

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