Donnerstag, 02.04.2020

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Autobahngeburt verhindert

Ein tschechischer Lkw stieß mit Kleintransporter zusammen.Schwangere stand im Stau. - 24.02.2020 05:55 Uhr

Der tschechische Lkw kam von der Autobahn ab und überschlug sich. Die Feuerwehren aus Schwabach und Penzendorf bargen den im Fahrzeugwrack eingeschlossenen 58-jährigen Fahrer. © Foto: Markus Geier/Freiwillige Feuerwehr Schwabach


Am Samstagabend, gegen 19 Uhr, kam es auf der A 6 in Richtung Waidhaus, zwischen der Anschlussstelle Roth und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd zu einem folgenschweren Verkehrsunfall.

Ein aus der Tschechischen Republik stammender Lkw befuhr die mittlere von drei Fahrspuren der A 6. Vermutlich aus Unachtsamkeit geriet er nach rechts und kollidierte dabei mit einem Kleintransporter, der von einem 28-jährigen Nürnberger gelenkt wurde. Der tschechische Lkw kam dabei nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die Feuerwehren Schwabach und Penzendorf bargen den im Fahrzeug eingeschlossenen 58-jährigen Fahrer.

Beide Fahrer leicht verletzt

Beide Fahrzeugführer kamen mit leichten Verletzungen in die umliegenden Krankenhäuser. Die Fahrbahn war für etwa zwei Stunden gesperrt, da auch der Rettungshubschrauber landete.

Aufgrund des Unfallgeschehens bildete sich ein Rückstau bis zur Anschlussstelle Schwabach-West.

Eine hochschwangere Frau aus Ansbach befand sich zusammen mit ihrem Ehemann auf dem Weg zur Entbindung ins Klinikum Nürnberg-Süd in besagtem Stau. Nach etwa einer Stunde befürchtete die Dame, dass die Niederkunft ihres Kindes unmittelbar bevorsteht.

Durch die Rettungsgasse gelotst

Um eine Geburt im Stau zu verhindern, kontaktierte der besorgte Ehemann die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Diese verständigte eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Feucht, die zu diesem Zeitpunkt einige "Rettungsgassenfahrer" im Staubereich sanktionierte.

Ein Beamter lief daraufhin entgegen der Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse zu dem Pkw des besagten Ehepaares. Der Polizist wies nun den Ehemann an, in polizeilicher Begleitung, durch die Rettungsgasse und durch den Stau zu fahren. So konnte sich die werdende Mutter rechtzeitig und unbeschadet ins Klinikum Nürnberg-Süd begeben und eine "Autobahngeburt" verhindert werden.

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