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Babette Ueberschär gewinnnt Publikumspreis der „ortung IX“

Platz eins für „golden stories“ in der Stadtkirche — 8242 Besucher in der 16 Tagen - 25.08.2015 08:22 Uhr

Verleihung des Publikumspreises (von links): Sponsorin Barbara Sommer, Bürgermeister Roland Oeser, Babette Ueberschär, Kulturamtsleiterin Sandra Hoffmann-Rivero und Moderatorin Caro Lubowski.

24.08.2015 © Foto: Robert Schmitt


Von 1900 Abstimmungsteilnehmern bei der Ortung IX haben sich 290 für Babette Ueberschärs „golden stories“ in der Stadtkirche ausgesprochen. Bei der Finissage im Stadtmuseum gratulierte Barbara Sommer als Chefin der Schwabacher Firma Ratioplast, die das Preisgeld von 2500 Euro gespendet hatte.

Bibelseiten bilden ein Segel, das an der Empore der Stadtkirche angebracht ist: Beim Ortung-Publikum kam dieses Werk besonders gut an.

24.08.2015 © stt


Platz zwei belegte mit 264 Stimmen die Salzburgerin Esther Moises. Ihre 46 Hände aus Bienenwachs, die sich am Gerüst einer Baulücke am Spitalberg 24 Goldeimer reichen, galten ohnehin als Geheimtipp.

Der Drittplatzierte hat manche gewiss überrascht. „Opus Magnum“, die Verkaufsschau der Gold-Verpackungen von Albrecht Fersch in der ehemaligen Eisenwarenhandlung Prell, konnte 216 Besucherinnen und Besucher überzeugen.

Großer Erfolg trotz Hitze

16 Tage hat die Kunst Schwabach geprägt und alle waren sich einig: Die neunte Ortung war erneut eine äußerst erfolgreiche Kunstschau mit viel Zuspruch. 8242 Besucher hat das Kulturamt gezählt. Angesichts der Hitze in der ersten Woche ein großer Erfolg, meinte Kulturamtsleiterin Sandra Hofmann-Rivero.

„Ortung verändert Schwabach und hält Überraschungen bereit“, kommentierte Bürgermeister Roland Oeser. „Ich war selbst begeisterte Besucherin“, verriet Barbara Sommer. „Wir steuern gerne einen kleinen Teil bei“, fügte die Unternehmerin hinzu, „um das kulturelle Leben zu bereichern“.

„Es hat sich gelohnt“: So lautete das Hauptfazit von Sandra Hoffmann-Rivero. „Ortung ist so faszinierend, weil die Stadt durch viele Gäste von überall so lebendig wird“, resümierte sie.

„Ich bin begeistert von dieser künstlerisch so offenen Stadt“, lobte Preisträgerin Babette Ueberschär das Schwabacher Konzept. Die 68-jährige kennt Schwabach und Umgebung noch aus ihrer Kinderzeit. Von hier stammt auch die Inspiration für ihr Werk, dessen bedeutendster Teil aus ungebundenen Bibelseiten in deutscher, hebräischer und griechischer Sprache besteht.

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„Ich war vom fünften bis zum zehnten Lebensjahr viel bei meiner Oma in Leitelshof“, sagte sie. Katharina Lämmermann war in den 1950-er Jahren Bäuerin in dem winzigen Rohrer Ortsteil. „Eine sehr fromme Frau“, erinnert sich Ueberschär. „Sie hat uns Geschichten aus dem alten Testament erzählt, das waren für mich Krimis, die mich angeregt und neugierig gemacht haben.“

„Mitteilen und Teilen“

Babette Ueberschär ist überzeugt: „Die Bibel ist ja ein bedeutender Teil unserer kulturellen Grundlage.“ Ihre Installation in der Stadtkirche besteht aus drei Teilen und behandelt das Thema „Mitteilen und Teilen“. Die Bibelseiten bilden ein dreieckiges Segel, das von der Empore herabhängt und mit einem wuchtigen Martins-Mantel sowie einer Schüssel mit goldenem Löffel korrespondiert.

www.babette-ueberschaer.de
www.esthermoises.at
www.namenlos.org

ROBERT SCHMITT

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