Montag, 18.01.2021

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Corona: Impfzentrum Schwabach fährt den Betrieb hoch

Die Stadt Schwabach hat knapp 2800 Briefe an die Generation 80+ verschickt. Ab sofort kann man sich um einen Termin für die Corona-Schutzimpfung bemühen. Doch die Impfdosen reichen in der ersten Woche nur für etwa 100 Bewerber. - 10.01.2021 15:30 Uhr

Seit Mitte Dezember ist das Schwabacher Impfzentrum im Sportheim der DJK Schwabach prinzipiell einsatzbereit. In dieser Woche nun nimmt es tatsächlich seinen Betrieb auf.

10.01.2021 © Foto: Robert Gerner


In der ersten Woche stehen für die über 80-Jährigen, die Priorität haben, aber nur etwa 100 Termine beziehungsweise Impfdosen zur Verfügung. Das ist noch nicht viel angesichts der knapp 2800 Briefe, welche die Stadt am Wochenende an die Generation 80+ losgeschickt hat und die in diesen Tagen in den Briefkästen landen müssten.

In diesem Brief von Oberbürgermeister Peter Reiß gibt es allgemeine Informationen zur Impfung – und sehr konkrete, wie man zu einem Termin kommt.

Doch Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht und Pressesprecher Jürgen Ramspeck appellieren schon jetzt an eine "größtmögliche Geduld" der Seniorinnen und Senioren. Es werde bestimmt Unmut geben, "aber wir versuchen, diesen Unmut in Grenzen zu halten", so Ramspeck.

Parallel stationär und mobil

Engelbrecht erwartet, dass die telefonischen Leitungen direkt im Impfzentrum in den ersten Tagen oft überlastet sein werden, weil gerade bei der am meisten gefährdeten Generation die Impfbereitschaft sehr groß sein dürfte.

Über eine Homepage, die das Bayerische Gesundheitsministerium eingerichtet hat (www.impfzentren.bayern.de), und die an diesem Montag freigeschaltet werden soll, kann man sich "nur" vormerken lassen, aber noch keinen definitiven Termin buchen.

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Das stationäre Impfzentrum wird hochgefahren, gleichzeitig haben die mobilen Impfteams, die seit 27. Dezember in den Heimen unterwegs sind, ihre Arbeit noch längst nicht beendet. Mit der ersten Impfrunde sei man zwar schon sehr weit. "Aber am 15. Januar starten wir in den Heimen mit der zweiten Impfung", so Knut Engelbrecht. Erst danach ist der Impfschutz, der zu 95 Prozent vor einer schweren Corona-Erkrankung bewahren soll, komplett.

Außerdem seien die mobilen Teams auch bei den über 80-Jährigen gefragt, die zwar zu Hause leben, aber so pflegebedürftig sind, dass sie nicht zum stationären Impfzentrum kommen können.

Termine für Gehbehinderte

Dieses Impfzentrum ist, wie berichtet, nicht barrierefrei. Deshalb appelliert Jürgen Ramspeck an die Impfberechtigten mit Gehbehinderung, dies bei der Anmeldung anzugeben. Für diese Gruppe soll es außerhalb des DJK-Sportheims eigene Termine geben.

Wie lange es dauert, bis alle über 80-Jährigen, die eine Impfung wollen, tatsächlich geimpft sind, wagt Knut Engelbrecht nicht vorherzusagen. "Mindestens vier bis fünf Wochen, eher länger", schätzt er. Alles hänge davon ab, wie viel Impfstoff die Stadt geliefert bekomme. Neue Chargen sind am 12., 15. und 17. Januar angekündigt.

Maximal 250 Spritzen pro Tag

Doch selbst wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, würde nicht alles von jetzt auf gleich gehen. Denn: Im Impfzentrum Schwabach können unter Volllast maximal 250 Spritzen pro Tag gesetzt werden.

ROBERT GERNER

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