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Da waren es schon zwei

Nach der SPD (Susanne König) hat nun auch die CSU mit Jens Meyer einen Bürgermeisterkandidaten für Abenberg präsentiert - 17.04.2019 16:11 Uhr

Vom Feuerwehrkommandanten zum Bürgermeister? Jens Meyer (li.) will im nächsten Jahr die Nachfolge von Werner Bäuerlein antreten. Rechts der alte und neue CSU-Ortsverbandsvorsitzende Sebastian Ehard. © Robert Schmitt


Mit dem 43-Jährigen setzen die Konservativen der Burgstadt auf einen parteilosen Bewerber, der in Abenberg fest verwurzelt ist. Seit 22 Jahren ist Jens Meyer Mitglied der Feuerwehr. 2009 ist er mit 100 Prozent der Stimmen zum Kommandanten der Abenberger Stützpunktwehr gewählt worden. 2014 hat ihn der Landrat zum Kreisbrandmeister ernannt. Meyer ist in Abenberg aufgewachsen, verheiratet und Vater zweier Kinder. Das größte Pfund im Wahlkampf ist aber gewiss sein Beruf. Meyer ist als staatlich geprüfter Hoch- und Tiefbau-Techniker bei der Stadt Schwabach für Infrastruktur-Projekte zuständig. Die Bautätigkeit einer Gemeinde gehört für ihn also schon seit vielen Jahren zum täglichen Geschäft. Meyer ist ferner als Mitglied im Jagdverband für die Ausbildung junger Jäger verantwortlich und bekleidet den Posten des stellvertretenden Kreisjagdberaters. Sieben Jahre lang war er Vorsitzender der Landjugend in Roth.

Damit hat die CSU Abenberg durchaus die Pferde gewechselt. Bislang galt Manfred Lunkenheimer als geborener Kandidat der CSU Abenberg. Schließlich ist er 2014 in nahezu aussichtsloser Position gegen Rathauschef Werner Bäuerlein angetreten. Im Laufe der Wahlperiode hat ihn die achtköpfige CSU-Stadtratsfraktion zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Nun aber scheint Lunkenheimer das Vertrauen seiner Parteifreunde verloren zu haben. In einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Fraktion ist einstimmig beschlossen worden, Jens Meyer als Bürgermeisterkandidat vorzuschlagen. Dem ist die Jahresversammlung nun gefolgt. Manfred Lunkenheimer wollte sich dazu aktuell nicht äußern, kündigte aber an, noch Stellung zu nehmen.

Mit Jens Meyer steht der zweite Kandidat für die Nachfolge von Rathauschef Werner Bäuerlein, der nächstes Jahr nicht mehr antreten wird, in den Startlöchern. Bereits vor einigen Wochen hatte der SPD-Ortsverein Abenberg mit Susanne König eine erste Bewerberin nominiert. Auch die Freien Wähler werden wohl noch den Hut in den Ring werfen. Dabei fällt immer wieder der Name Eugen Börschlein. Offiziell bestätigt ist dies aber noch nicht.

Zurück zur CSU: Bei den turnusmäßigen Neuwahlen hat der Ortsverband dem Bewährten den Vorrang eingeräumt. So ist der 37-jährige Sebastian Ehard einstimmig in seine sechste Periode als Vorsitzender der CSU Abenberg gewählt worden. Auch sein Stellvertreter ist im Amt bestätigt worden. Der 57-jährige Bertram Helbig ist ebenfalls zum sechsten Mal gewählt worden. Er erhielt 15 Ja-Stimmen. Zwei Stimmen waren ungültig. Wieder Schatzmeister ist Josef Brändl. Der 50-Jährige wurde mit 16 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gewählt. Schriftführerin ist nun die JU-Vorsitzende Abenbergs. Die 35-jährige Barbara Geißel tritt die Nachfolge von Manfred Lunkenheimer an. Zu Beisitzern bestimmten die Abenberger CSU-Mitglieder erstmals die 26-jährige Jura-Studentin Sandra Ehard sowie Markus Hofmann, Hans Zeiner und Hans Schwab.

Ehrungen

Ehrungen für langjährige Parteimitgliedschaft standen vier auf der Tagesordnung. Hans Arnold ist seit 50 Jahren Mitglied der CSU in Abenberg. Dafür hat er aus den Händen von Sebastian Ehard eine Urkunde erhalten. Die Ehrennadel mit fünf Sternen heftete ihm Bezirksrätin Cornelia Griesbeck an den Pullover. Josef Maurer ist seit 45 Jahren in der CSU. Hans Fries darf sich seit 40 Jahren Parteimitglied nennen. Vor 20 Jahren eingetreten ist Else Scheuerpflug.

In ihrem Bericht aus dem Bezirkstag betonte Griesbeck die Bedeutung der Inklusion auch für kleine Städte wie Abenberg. "Alle Orte des Landkreises müssen barrierefrei werden", so Griesbeck, die sich außerdem für die Burg Abenberg stark machte. Ihrer Meinung nach muss das historische Gebäude unbedingt erhalten werden. "Denn es ist geschichts- und gesichtsprägend für Abenberg", sagte die Wendelsteinerin.

Robert Schmitt

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