Dezentrale Energie-Erzeugung gegen Kostenexplosion

21.2.2014, 11:15 Uhr
„100 % regenerativ“, appelliert Frank Farenski in seinem Film.

„100 % regenerativ“, appelliert Frank Farenski in seinem Film. © Schmitt

„Die Bürger und Betriebe müssen handeln und eigene Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen installieren“, lautet der Appell seines neuesten Films. „100 % regenerativ“ heißt er und ist nun vom „Energiebündel“ im Schwabacher Luna-Kino vor 140 Zuschauern gezeigt worden. Prominentester Gast war Landtagsabgeordneter Volker Bauer (CSU). Er sah einen Film, „der für die Energiewende Mut machen soll und die Widerstände dagegen aufzeigt“, wie Farenski zusammenfasste.

„Totalschaden“ aus Berlin

Für Farenski machen insbesondere die aktuellen Vorschläge von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel der Energiewende den Garaus. „Er hat sein Papier von der Energiewirtschaft abgeschrieben“, wirft Farenski dem SPD-Politiker vor, „um nach der Photovoltaik nun auch die Windkraft abzuwürgen“. Aus Berlin komme der Energiewende-Totalschaden, ist Fa-renski überzeugt. Denn die große Koalition unterstütze die Konzerne bei der Verteidigung ihrer Marktanteile gegen die Regenerativen. „Die Gegner tun alles, um die Energiewende zu torpedieren und zu sabotieren“, sagt Farenski. „Ein Kartell aus Politik und alter Energie.“ Er hält deshalb ein „Energiekonzerne-Auflösungsgesetz“ für erforderlich.

Deutliche Zahlen

Immerhin verteidigen die Stromkonzerne laut Farenski Gewinne in Höhe von über 20 Milliarden Euro pro Jahr. Zugleich haben die Importe der Rohstoffe im Jahre 2013 über 100 Milliarden Euro gekostet. Seit 2004 sind die Kosten für diese Primärenergie-Einfuhren um 60 Milliarden Euro gestiegen, rechnet der Filmemacher vor. Instrumente gegen diese Kostenexplosion sind für Frank Farenski die Reduzierung des Verbrauchs durch mehr Energieeffizienz und auch die konsequente Durchsetzung dezentraler Stromerzeugung. Welche intelligenten Ideen deutsche Firmen hier entwickelt haben, zeigt Farenskis Film ebenfalls.

In der Diskussion spricht das Publikum die Kosten für Atomstrom an. „Die Kilowattstunde aus Kernkraft müsste zwei Euro kosten, wenn alles eingerechnet wäre“, hieß es. Anlass für Farenski, die Endlagerung von Atommüll anzusprechen: „Dafür fehlt nicht nur ein Ort, sondern es gibt noch überhaupt kein Konzept dafür“.

Farenskis Film kann man unter www.energiewende-derfilm.de im Internet kostenlos ansehen.
 

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