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Doris Reinecke: „OB-Kandidatur war ein Fehler“

Unerwartet hohe Stimmenverluste für die SPD - Gerücht dementiert - 25.03.2014 09:00 Uhr

Doris Reinecke (SPD) kandidierte für das Amt der Oberbürgermeisterin in Schwabach. © Stephan Minx


Doch kalt lässt sie die Kritik daran nicht. Deshalb entschuldigt sie sich bei ihren „enttäuschten Wählerinnen und Wählern“.

„Gerücht ohne jede Grundlage“

Gleichzeitig haben Doris Reinecke und Helga Schmitt-Bussinger auf Tagblatt-Nachfrage die Einschätzung eines Leserbriefautors, der Verzicht sei bereits vor der Wahl intern abgesprochen gewesen, energisch zurückgewiesen. „Das entbehrt jeder Grundlage. Das ist ein Gerücht — von wem auch immer und warum auch immer.

Ich habe von Doris Reineckes Entscheidung hundertprozentig erst am Montag nach der Wahl erfahren“, betonte SPD-Vorsitzende Helga Schmitt-Bussinger.

Doris Reinecke sprach spontan von einem „Hammer“.

„Geschützter Rahmen“

Zudem warb Schmitt-Bussinger um Verständnis, dass die SPD-Jahreshauptversammlung (am 25. März) nicht öffentlich ist: „Damit möchten wir den Mitgliedern die Gelegenheit geben, in geschütztem Rahmen Internes zu diskutieren.“

MdB Günter Glosers Europa-Vortrag wurde vertagt. Im Mittelpunkt steht die Analyse der schweren Wahlniederlage. Keineswegs wolle sie die Berichterstattung verhindern, fügte Schmitt-Bussinger hinzu. Deshalb wird es am Mittwoch zumindest ein Pressegespräch geben.

„Realistisch geringe Erwartung“

Doris Reinecke betonte, dass sie gerne Stadträtin geworden wäre, nach der deutlichen Niederlage bei der OB-Wahl und der Stadtratswahl diese Konsequenz aber für geboten hielt: „Enttäuschte Wählerinnen und Wähler bitte ich um Verzeihung und stelle mich ihrem geäußerten Unverständnis, das mich erreicht. Ich kann ihren Ärger nachvollziehen. Tatsächlich habe ich die Wahrscheinlichkeit, zur Oberbürgermeisterin unserer Stadt gewählt zu werden, für — realistisch – gering gehalten.“

Doch derart hohe Stimmenverluste habe sie „in keiner Weise“ erwartet.

Schulterschluss

Doris Reinecke ist deshalb der Meinung, „dass die Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2014 innerhalb der SPD deutlich zu spät angelaufen ist und meine Kandidatur von mir und der Partei ein strategischer Fehler war. Hierfür übernehme ich die Verantwortung.“

Mit Helga Schmitt-Bussinger übt Doris Reinecke den Schulterschluss: „Ich danke ihr herzlich für ihren beharrlichen Einsatz und ihre Unterstützung in diesem Wahlkampf.“

In den Schmollwinkel zieht sich Doris Reinecke nicht zurück: Der SPD steht sie weiter zur Verfügung. Und: „Ich will mich in der Stadt weiter ehrenamtlich einbringen.“ 

VON GÜNTHER WILHELM

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