Gemeindezentrum wird im großen Stil aufgehübscht

29.7.2017, 13:58 Uhr
Zeit für eine neue Renovierungsrunde: Das Gemeindezentrum – rechts das Hotel – und die dazugehörige Rednitzhalle sollen zwischen Juni und September 2018 umfangreich modernisiert werden. Um die Details soll sich ein Beirat kümmern, den der Gemeinderat jetzt eingesetzt hat.

Zeit für eine neue Renovierungsrunde: Das Gemeindezentrum – rechts das Hotel – und die dazugehörige Rednitzhalle sollen zwischen Juni und September 2018 umfangreich modernisiert werden. Um die Details soll sich ein Beirat kümmern, den der Gemeinderat jetzt eingesetzt hat. © Archiv-Foto: Gerner

Im Gemeinderat hat Bürgermeister Jürgen Spahl zu einem Werkzeug gegriffen, das sich schon in früheren Jahren bewährt hat: Es wurde ein fünfköpfiger Beirat gebildet, der sich in vielen Sitzungen um die Details kümmern will und in dem jeweils ein Vertreter der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen sitzt. Für das Große und Ganze, für die Beschlüsse am Ende also, wird aber weiter der 20-köpfige Gemeinderat zuständig sein.

Anlass für alle Überlegungen sind schärfere Sicherheitsvorschriften, die vor allem die Rednitzhalle betreffen. So benötigen die Wände einen besseren Prallschutz. Ebenso müssen sämtliche Schalter, Steckdosen und Druckknopfmelder bündig in die Wand versenkt werden. Auch das Geländer auf der Galerie ist laut neuen Vorschriften um zehn Zentimeter zu niedrig, muss also erneuert werden.

Wenn schon die Pflicht ruft, dann will man in der Verwaltung und will man auch im Gemeinderat gleich noch die Kür hinterherschieben. Einige Vorschläge legte Bürgermeister Jürgen Spahl in der Sitzung des Gemeinderates schon auf den Tisch. Der arg abgenutzte Parkettboden im großen Saal wird erneuert, die Böden im Foyer und in der ohnehin verbesserungswürdigen Garderobe gleich mit. Im Saal selbst will die Gemeinde weiter in die Tagungstechnik investieren und für die Rednitzhalle will er den Einbau eines Aufzugs prüfen lassen.

Wasserspiel statt Brunnen

Vor dem Eingang ins Foyer möchte Spahl den inzwischen recht ramponierten italienischen Porphyboden am liebsten gleich komplett ersetzen, auch um wieder Barrierefreiheit zu garantieren. Statt des nicht mehr allzu ansehnlichen Brunnens schwebt ihm ein Fontainen-/Wasserspiel vor.

Und weil sich die zahlreichen Veranstaltungen im Zentrum immer wieder auch nach außen verlagern, könnte der gesamte Vorplatz mit Glas überdacht werden, ebenso ein Fahrradabstellplatz und die Treppenabgänge zur Tiefgarage. Um die Details dürfen jetzt die Beiräte Hermann Weidmann (CSU), Ulrike Fink (SPD), Uwe Maukner (NB/PW), Erwin Held (Bündnis 90/Die Grünen) und Marina Mösle (FW) gemeinsam mit der Verwaltungsspitze und dem vorgeschlagenen Landschaftsarchitekturbüro Adler & Olesch aus Nürnberg ringen. Die Experten aus der Noris haben unter anderem schon den Rathausvorplatz verantwortet.

Die Kosten sind derzeit noch völlig unklar, doch der Zeitplan ist eng getaktet. Von Ende Juni bis Anfang September 2018 hat die Gemeinde das Gemeindezentrum vorsorglich veranstaltungsfrei gelassen. Bleiben also noch elf Monate für Ideensammlung, Planung, Beschluss und Ausschreibung.

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