Jugendkulturpreis: Keller-Party-Charme zur Preisverleihung

25.6.2015, 15:56 Uhr
Schirmherr Landrat Herbert Eckstein und Claudia Kern (Sparkassenstiftung) gratulierten den Jugendkulturpreisträgern des Jahres 2015

© Foto: Weinig Schirmherr Landrat Herbert Eckstein und Claudia Kern (Sparkassenstiftung) gratulierten den Jugendkulturpreisträgern des Jahres 2015

Diese Motivation, „weil’s uns einfach selber gut gefällt“, haben sowohl der junge Rother Filmemacher und Tierschutz-Aktivist Simon Fischer als auch die Arbeitsgemeinschaft „Offene Jugendtreffs Roth“ (beide Gewinner des Jugendkulturpreises des Landkreises Roth) – trotz völlig unterschiedlicher Zielsetzungen – gemeinsam.

Passend zum Votum der Jury hatte die Preisverleihung etwas von jugendlichem Keller-Party-Charme. Doch die Wahl des Veranstaltungsortes, der Jugendtreff „Utopia“ im Keller des katholischen Jugendheims in Roth, war kein Zufall. Denn hier begann vor 20 Jahren die Erfolgsgeschichte von „Rock im Schlossgraben“.

Den Weg von den kleinen Anfängen zum Festival mit Kult-Charakter am Rande des Rother Altstadtfestes zeichnete Thomas Becker im Namen der Arbeitsgemeinschaft „Offene Treffs“ nach. Dahinter steht eine Initiative, hervorgegangen aus den kirchlichen Jugendtreffs „Schemala“ und „Caff“ und heute getragen von der „Utopia“-Crew, dem Jugendhausrat und einem ehrenamtlichen Helferteam.

Die Akteure haben sich im Laufe der vielen Jugend-Generationen geändert. Geblieben ist die Grundidee, Live-Musik meist noch unbekannter Bands aus der Region für Junge und jung Gebliebene zum Nulltarif auf die Bühne zu bringen. Das war im Jugendkeller so, später im Rother Schlossgraben, der dem Festival seinen Namen gab, und ist auch in der Gegenwart der Fall, obwohl das musikalische Geschehen mittlerweile aus Platzgründen vor das Jugendhaus verlegt wird.

Die laut Landrat „bemerkenswerte“ Energie und Eigeninitiative, mit welcher der 17-jährige Gymnasiast Simon Fischer „sein“ Thema Tierschutz öffentlich macht, brachte dem jungen Filmemacher den zweiten Teil des „Jugendkulturpreises 2015“ ein. „Simons Einsatz für den Tierschutz zeichnet sich durch Kreativität, handwerklich-filmisches Können und Überzeugungskraft, die ansteckend wirkt, aus.“ So umriss Eckstein das Engagement des jungen Rothers, das sich unter anderem in dem Film „Die Hunde ohne Namen“ (auf youtube) widerspiegelt.

Dieser Film war nur ein Projekt von vielen, die Simon Fischer initiiert und mitträgt, um Menschen für ein aktives Eintreten gegen Wildtierhaltung im Zirkus und die Massentötung von Straßenhunden in Rumänien zu motivieren.

Seit 1995 vergibt der Landkreis Roth seinen Jugendkulturpreis (20 Jahre Jugendkulturpreis des Landkreises Roth).

Von und mit Simon Fischer:
Dokumentarfilm „Die Hunde ohne Namen
„Mission Stop Killing“ (MSK) auf Facebook Stop Killing Nürnberg

Keine Kommentare